Sonntag, 29. Juni 2014

Kichererbsen: Blitz-Marathon oder Mich kriegt ihr nicht mehr!

Mit Blitzlichtern kenne ich mich aus - nicht weil ich als Ober-Mutti im Rampenlicht stehe, sondern weil mich die Polizei schon des Öfteren bei einem Straßenverkehrsdelikt erwischt, sprich geblitzt hat und ich daraus NATÜRLICH TOTAL UNGLAUBLICH VIEL gelernt habe. Nach sechs Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot habe ich mir geschworen: das passiert dir nicht noch einmal!

Darum fahre ich manchmal besonders vorbildlich - insbesondere dann, wenn ich die Herrschaften der Straßenwacht von Weitem erblicke. Daraufhin beschwerte sich eines Nachmittags das Mittelkind über meine Fahrweise, als wir vom Klavirunterricht nach Hause fuhren und drei Polizeiwagen unseren Weg kreuzten: "Blitzt dich die Polizei eigentlich auch, wenn du ZU langsam fährst?" Ich hoffe doch, dass dies nicht der Fall ist!


Erwischt haben sie mich trotzdem mal wieder - nicht beim zu schnell fahren, auch nicht, weil ich zu langsam unterwegs war, sondern weil Mutter nur mal eben eins der Kinder zum Chor bringen wollte und ihre Papiere zu Hause vergessen hatte. 

Nur mal eben - das ist eine winzige Strecke (Luftlinie vielleicht zwei Kilometer) gefühlte Fahrtzeit von fünf Minuten durch unser Wohngebiet. Gleich hinter der Kirche zogen mich die Herren aus dem Verkehr - allgemeine Fahrzeugkontrolle. Klar! Die Sache war schnell erledigt - und das Polizeiauto begleitete mich nach Hause.
Nur mal eben, hat in Begleitung des Polizeiwagens doch länger gedauert, als ich dachte!
Wenigstens habe ich an diesem Tag für ein wenig Spott in unserer Straße gesorgt. Wann wird man schließlich schon von einem Polizeiwagen nach Hause begleitet?! Die Kinder fanden es großartig - dass sie sich kein Autogramm haben geben lassen ist alles! Naja, ich habe für zehn Euro eins bekommen - und seit dem auch immer meine Papiere dabei.

Kichererbsen: Klassenfahrt in die Unabhängigkeit

Der Göttergatte hatte die Große letzten Montag am Bus abgegeben, der die vorpubertären Drittklässler zur Klassenfahrt nach Norderney bringen sollte. Das Drama war vorprogrammiert. Einige Eltern und Geschwisterkinder standen weinend am Abfahrtsort und schwangen ihre tränendurchtränkten Taschentücher zum Abschied - fast so, als liefe die Titanic zur Jungfernfahrt aus und käme nicht wieder.



Klassenfahrten sind für mich als Mutter ebenso emotional wie das Vorrundenspiel bei der Fußballweltmeisterschaft zwischen Honduras und Equador. Für andere Elternteile ist an diesem Morgen eine kleine Welt untergegangen.
Zum ersten Mal getrennt von der Mutti, durften die Kinder selbst entscheiden, ob sie zum Frühstück Müsli, Brot oder Gurkenscheiben essen wollten, ob sie das Zähneputzen ausfallen lassen und vier Tage mit der selben Unterwäsche herumlaufen würden. Diese Tatsache konnte verständlicherweise Trennungsschmerz verursachen.

Meine pragmatische Seite hatte mich dazu veranlasst, auf die Telefonkarte im Koffer meines Kindes zu verzichten. Sie redete ja auch sonst nicht viel über ihren Schulalltag. Infos über die Klassenarbeiten erhalte ich stets aus sicherer Quelle der überengagierten Mutter einer Klassenkamaradin, dass sie gespielt hat, weiß ich selbst, ihr Frühstück bringt mein Kind gern am Mittag nach Hause, weshalb ich sicher sein kann, dass auch auf Norderney nur das nötigste gefrühstückt wird und was den Schlaf während einer Klassenfahrt angeht - nun ja, wir waren ja mal alle jung ;-)

"Ich fühle mich so groß!", meinte sie am Morgen der Abfahrt und sah genau so groß, wie sie sich fühlte auch aus, als sie mit ihrem Koffer zur Schule marschierte. Warum sollte ich diesen selbstsicheren Satz mit meinen Tränen begleiten? Er erfüllte mich doch mit Stolz, denn ich hab mein Kind auf den Weg gebracht.

Story Pics #26: Sommer, wo bist du?

Mein Bild für Woche 26 der Aktion "Story Pics" bei Always Sunny ist eine vehemente Aufforderung an Sommer:


Jetzt komm' endlich in die Hufe und lass die Sonne raus! Ab Freitag hat NRW Sommerferienbeginn und da wollen wir Eis essen, ohne uns den Hintern abzufrieren ...



eure SaMaRia

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Um den Schreiberinnen die Arbeit zu erleichtern, werde ich meine Story-Pics jede Woche unter dem Beitrag zusammenfassen. 

Meine Story-Pics 2014

Schuhe, Mutprobe, Tomate, Waldweg, Tee, Herz, Schnuller, Hund, Ausblick, Wolken, überleben, neugierig, rostig, träumen, Arbeit, Erdbeere(n), Eis essen

Freitag, 20. Juni 2014

Süßer Freitag: Milchreispfannekuchen mit Erdbeer-Pfefferminz-Marmelade

Kürzlich erreichte mich eine Anfrage von Reishunger.de, ob ich nicht als Rezeptautorin für das Online-Rezeptbuch schreiben wolle. Ich habe erst einmal verneint, weil meine Zeit zum Experimentieren in der Küche leider begrenzt ist. Auf jeden Fall fühlte ich mich aber inspiriert und hier bekommt ihr nun das Resultat für den süßen Freitag:

Milchreispannekuchen mit Erdbeer-Pefferminz-Marmelade




Zutaten für die Pfannekuchen: 

  • 125 g Milchreis
  • 500 ml Milch
  • 4 Eigelb (wahlweise 10 bis 12 Wachteleier ;-) )
  • 4 EL geschmolzene Butter
  • 1 TL Vanillearoma
  • 125 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 2 EL Zucker
  • etwas Salz, Zimt

Den Milchreis in die kochende Milch geben, einmal aufkochen lassen und für etwa 30 Minuten bei kleiner Flamme aufquellen lassen. Wer den Reis bereits am Vortag kocht, braucht ihn nicht abküheln zu lassen ;-) und ersparrt sich die lange Abkühlzeit.

Die Eigelbe werden mit der geschmolzenen Butter und dem Vanillearoma aufgeschlagen. Das Mehl mit dem Backpulver vermengen und in die Eimasse sieben. Dazu zwei Esslöffel Zucker - wer es süßer mag kann gern mehr verwenden - etwas Salz und ein Teelöffel Zimt unter den Teig geben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Zum Schluss wird der abgekühlte Milchreis unter die Teigmasse gehoben und in der Pfanne mit etwas Öl ausgebacken.

Zutaten für die Erdbeer-Pfefferminz-Marmelade:

500 g Erdbeeren
250 g Gelierzucker 2:1
2 kleine Zweige Pfefferminz

Die Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden, mit dem Gelierzucker und den Pfefferminzzweigen vermengen und etwa eine Stunde abgedeckt stehen lassen, damit Saft zieht. Die Pfefferminze heraus nehmen und die Erdbeeren etwa drei Minuten sprudelnd aufkochen lassen und hinterher in Schraubgläser füllen. Wer es Pfefferminziger mag kann die Zweige mit aufkochen und hinterher herausnehmen.
Die Süße der Erdbeeren mit dem leicht herben Geschmack der Pfefferminze ist ein Geschmackserlebnis - allerdings auch gewöhnungsbedürftig. Darum lieber einen Zweig weniger nehmen.

Guten Appetit!

eure SaMaRia

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Mittwoch, 18. Juni 2014

Erwischt! Die "kleine Raupe Nimmersatt" in unserem Garten

Ungeschlagen erfolgreich und äußerst beliebt bei Groß und Klein ist Eric Carles "Kleine Raupe Nimmersatt" - das erste Buch, dass meine Tochter bereits als Zweijährige auswendig aufsagen konnte. 



Allerdings kann ich mich nicht erinnern, dass sie sich jemals an einem Mittwoch durch ein Feld Oregano-Pflanzen gefressen hatte. Ich bin gespannt, wann sie als Schmetterling durch unseren Garten flattert :-)



eure SaMaRia

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Mittwoch, 11. Juni 2014

Story Pics #23: Erdbeeren sind wie Menschen

War das nicht ein Pfingstfest der Superlative? Extremste Hitzewelle seitdem es Wetteraufzeichnungen gibt und in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens Weltuntergangsstimmung. Trotz allem steht Woche 23 bei meinen Story Pics im Zeichen von dem, was der Juni sonst noch zu bieten hat: Erdbeeren!



Der nette Herr auf dem Erdbeerfeld sagte es in etwa so:
Erdbeeren sind wie Menschen, sie mögen es trocken bei Temperaturen von 20 bis 25°C, ein bisschen Regen - vorzugsweise in der Nacht - und dann geht es ihnen gut. 
Darum haben wir das Feld auch leer geerntet, bevor die extremen Witterungsbedingungen an Pfingsten den armen Erdbeeren das kurze Leben schwer machen konnten. Aus meinen acht Kilogramm Erdbeeren habe ich dann Marmelade gekocht, damit mein Tom wieder ein Erdbeermarmeladebrot mit Honig essen kann.  ;-)



eure SaMaRia

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Um den Schreiberinnen die Arbeit zu erleichtern, werde ich meine Story-Pics jede Woche unter dem Beitrag zusammenfassen. 

Meine Story-Pics 2014

Schuhe, Mutprobe, Tomate, Waldweg, Tee, Herz, Schnuller, Hund, Ausblick, Wolken, überleben, neugierig, rostig, träumen, Arbeit, Erdbeere(n)

Montag, 2. Juni 2014

Story Pics #22: Der Apfel fällt nicht weit vom Birnbaum

Woche 22 und ich mache wieder mit bei den Story Pics von Sunny. Manchmal fehlt mir die Motivation, manchmal die Zeit und manchmal einfach das passende Bild. In dieser Woche hat mir quasi der Göttergatte den Anstoß gegeben ;-)




Beim Besuch der DASA (für alle Nicht-Dortmunder: die Deutsche Arbeitsschutzausstellung) gab es in der Sonderveranstaltung für Kinder "In Arbeit" einen interessanten Berufsfindungsgenerator, den ich zu meiner Zeit als Jugendlicher auch gebraucht hätte, damit ich nicht da gelandet wäre, wo ich letztlich gelandet bin ...
Für das entsprechende Ergebnis sollten sich die Kinder selbst einschätzen, sollten ihre Vorlieben und ihre Stärken mit Hilfe von Knöpfen selbst bestimmen. Die Auswahlmöglichkeiten beliefen sich auf kreativ sein, forschen, bauen, helfen und organisieren.
Wie man unschwer am Bild erkennen kann, fällt der Apfel nicht weit vom Birnbaum, denn auch mein Nachwuchs hat das kreative Talent der Mutter geerbt und wird wahrscheinlich keinen vernünftigen Beruf erlernen, sondern als armer Journalist, als verkannter Drehbuchautor oder als Blumen-Fotograf enden!
Allerdings weiß ich nicht, wie zuverlässig dieser Generator arbeitet, denn für meinen Jüngsten spuckte er den erfolgversprechenden Beruf des BUNDESPRÄSIDENTEN aus. Wir werden sehen.



eure SaMaRia

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Meine Story-Pics 2014

Schuhe, Mutprobe, Tomate, Waldweg, Tee, Herz, Schnuller, Hund, Ausblick, Wolken, überleben, neugierig, rostig, träumen, Arbeit



Sonntag, 1. Juni 2014

Fußballlaune und Sammelfieber - die nächste WM kommt bestimmt

Na, seid ihr auch schon in Fußballlaune? Habt ihr euch bereits eingedeckt mit WM-Trikots eurer Lieblingsstars, mit Theaterschminke fürs Public Viewing und die Fahnen in den Vorgärten gehisst? Schließlich ist es bald wieder soweit - elf Männer, ein Ball und Millionen Menschen vor den Übertragungsgeräten, die sich weinend in den Armen liegen oder per Autokorso unbeteiligte Mitmenschen um den wohlverdienten Schönheitsschlaf bringen. Kinder werden gezeugt und bekommen den Namen des Fußballers, der den entscheidenden Elfmeter geschossen hat. Die größten Feinde schließen für vier Wochen Frieden - Russen und Ukrainer, Israelis und Palestinenser, Amerikaner und der Rest der Welt wollen während der Fußball-WM doch alle das Gleiche! Endlich stört sich niemand mehr daran, wenn ein Deutscher eine deutsche Fahne im Fenster hängen hat und die Nationalhymne mitsingen kann. Ein neuer Fußballmärchentraum erobert die Herzen der Erdbevölkerung - und mit ihm erobert die Merchendising-Produktion eine neue Dimension der Kitschigkeit.



Mal ehrlich, dieser Hype um König Fußball geht langsam ein bisschen weit! Panini-Bildchen sammeln - ok. Das hat sogar der Göttergatte in seiner früheren Jugend mal gemacht. Aber mittlerweile hat jedes Geschäft, jeder Supermarkt, jede Marke sein eigenes Fußball-Weltmeisterschafts-Sammeldingsbums. Und dann die ganzen Fan-Artikel ... Fußball-Becher, Fußball-Bettwäsche, Fußball-Unterwäsche, Außenspiegelflaggen und Autofahnen für den kleinen Korso-Fetischisten, dazu gibt es Fan-Kopfstützenüberzüge und den tanzenden Hut, der den Wackel-Dackel für die WM-Zeit ersetzten muss. Für Gartenfreunde hält der Hellweg-Baumarkt in dieser Woche die schwarz-rot-güldene Petunienmischung bereit, damit der Vorgarten oder Balkon pünktlich zur WM glänzt und der Nachbar dümmlich aus der Wäsche gucken kann.

ABER das bekloppteste Accessoire der ganzen WM-Merchendising-Aktion habe ich jetzt im Netto-Dicounter-Prospekt entdeckt: Kontaktlinsen im WM Look ! Nennt mich einen Spießer, einen Spalter oder Langweiler - aber solange das Geld für so einen Driss noch ausreicht, kann es vielen von uns Deutschen doch gar nicht so schlecht gehen ...


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