Freitag, 11. Oktober 2013

Beurlaubung von Schülern - Mein Flug geht schon am Freitag!

Die Herbstferien stehen vor der Tür und promt flattert ein Pamphlet von der Schule bei uns ein:

Liebe Eltern,
häufiger kommt es vor, dass Kinder früher in die Ferien gehen beziehungsweise erst später aus den Ferien zurückkommen. Dies ist eine Form der Schulpflichtsverletzung.

Dabei weiß doch jeder, der schulpflichtige Kinder hat, wie schwer und vor allem wie teuer es ist, Flüge innerhalb der Ferien nach Ibiza, Mallorca oder in die Türkei zu buchen! Haben die in der Schule denn kein Herz? Bedeutet die Autorität der Elternunterschrift denn gar nichts mehr?
Früher, zu meiner Zeit, da stellte dies noch kein Problem dar. Es reichte eine schnell hingekritzelte Entschuldigung der Eltern, dass dem Kind zwei Tage vor den Ferien unwohl ist.

Hinweise zur Beurlaubung von Schülern


Für jeden Schüler besteht die verpflichtende Teilnahme am Unterricht - für alles Eltern nachweislich festgehalten in Paragraph 43 Absatz eins des Schulgesetzes. Im dritten Absatz wird die Beurlaubung vom Unterricht oder von einzelnen Fächern im Ausnahmefall behandelt. In wichtigen Fällen dürfen die Eltern einen Antrag auf Beurlaubung stellen, der nicht zum Zweck der Verlängerung der Schulferien erfolgt.

Aber mein Flug geht schon am Freitag ...


Dann muss Ihr Kind eben einen Tag später nachfliegen! Ferienzeitverlängerungen sind nicht zulässig.
Nachweislich dringliche Fälle sind unter anderem die Beurlaubung aus persönlichen Gründen wie etwa eine Hochzeit enger Familienangehöriger, ein großes, im Familienkreis gefeiertes Jubiläum oder ein Todesfall mit anschließender Beerdigung. Auch für Erholungsmaßnahmen werden die Kinder vom Unterricht befreit, wenn diese Maßnahmen, etwa eine Mutter-Kind-Kur, von den Krankenkassen bewilligt wurden.
Als ein weiter wichtiger Grund können religiöse Feiertage geltend gemacht werden. Die betrifft häufig muslimische Familien. Sollte ein gewichtiger Grund für eine Berurlaubung vorliegen, ist auf Verlangen der Schule eine geeignete Bescheinigung vorzulegen.

Die Erziehungsberechtigten haben Sorge zu tragen, dass ihre schulpflichtigen Kinder am Unterricht und an sonstigen Veranstaltungen der Schule regelmäßig teilnehmen. Dazu gehören auch Klassenfahrten, Sportfeste oder Ausflüge. Wer als Erziehungsberechtigter dieser Verpflichtung fahrlässig oder vorsätzlich nicht nachkommt, handelt ordnungswidrig und muss mit einer Geldbuße rechnen. Soweit zur Theorie - praktisch handeln sowieso nur die fahrlässig, denen man die Geldbuße erlassen muss, weil sie nicht zahlen wollen oder können.



Mittwoch, 9. Oktober 2013

Die Kichererbsen: Wir sind jetzt Schule!

So schnell kann es gehen. Da kommt das zweite Minimonster in die Schule und promt sitzt Mutter in der Schulkonferenz. 

Kaum ist nun das Mittelminimonster in der Schule, befindet sich Mutter in „Amt und Würde“ in der Schulkonferenz. Wie ich zu dieser „Ehre“ kam, war eher ein Unfall, denn gewollt. Wir alle wissen doch aus unserer eigenen Schulzeit, dass man bei der Verteilung von wichtigen Aufgaben nie – aber auch wirklich nie – dem Lehrer in die Augen sehen darf. Dies wird in der Regel als unausgesprochene Zustimmung gewertet. Pech für den, der es vergisst!

Als die Frage, wer denn aus der Elternpflegschaft für den Sitz des Vorsitzenden kandidieren würde im Raum stand, und nur eine Mutter dazu bereit war, hob ich unabsichtlich meinen bis dahin vorbildlich gesenkten Kopf.
„Ah, Frau E., wie schön, dass sie sich aufstellen lassen.“
Ich schluckte. So war das nicht geplant.  Zustimmend hoben alle anderen Mütter und Väter plötzlich ihren gesenkten Kopf und – schwups – stand mein Name an der Tafel. So kann es kommen. Aber ich hatte noch die Chance, dass mich keiner wählt und so kreuzte ich die Finger, hoffend und bangend.

Und dann kam alles anders. Statt der üblichen zwei Wahlgänge für den Vorsitzenden und den Stellvertreter wählten wir nur einmal. Die Person mit den meisten Stimmen erhielt den Vorsitz und ich wurde Stellvertretung.

Auf der Schulpflegschaftssitzung dachte ich mir dann: Wenn schon ein Amt, dann auch eines, wo es die besten Geschichten zu hören gibt! Also ließ ich mich zusätzlich in die Schulkonferenz wählen. Wenn schon, denn schon! Außerdem habe ich eine blütenreine Weste, was Doktorarbeiten und sonstige wissenschaftliche Publikationen angeht - es braucht also niemand Angst haben, dass ich in zwei oder drei Monaten mein Amt niederlegen muss. Außerdem arbeiten wir ehrenamtlich - Nebeneinkünft müssen somit nicht offengelegt werden.

Elternmitwirkung in der Schule sollte nicht unterschätzt werden. Mitgewirkt habe ich ehrenamtlich bisher auch schon, nur ohne Stimmberechtigung bei den wirklich wichtigen Entscheidungen.
Nimmt man es genau, wird man als Elternteil eines schulpflichtigen Kindes laut Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen (Artikel 10 Absatz 2) sogar dazu aufgefordert, an der Gestaltung des Schulwesens mitzuwirken. Die Zusammenarbeit von Eltern, Lehrern und auf den weiterführenden Schulen auch der Schülerinnen und Schüler ist ein sinnvolles Organ, um seinen eigenen Sachverstand und seine Ideen in die Schule mit einzubringen.

So kurz nach der Bundestagswahl fühlte ich mich ja quasi auch ein wenig geschmeichelt, meinen Namen auf den Wahlzetteln und hinterher im Protokoll zu lesen. Jetzt kommt nur noch die Elternpflegschaftssitzung im Kindergarten. Einmal am Hebel der Macht, könnte ich mich doch hier auch noch aufstellen lassen – und dann kräftig im Kindergarten aufräumen!

Mehr Infos zur Elternarbeit in Schulgremien finden Sie auf der Seite des Nordrhein-Westfälischen Schulministeriums.
 

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Kindererziehung leicht gemacht - Tipps und Tricks von erfahrenen Eltern

„Du kannst zehn Kinder haben und jedes wird verschieden sein“, betonte Oma-Selig immer besonders gern.
Gute Ratschläge, die bei einem Kind funktionierten, können beim nächsten das Gegenteil bewirken. Darum habe ich trotz meinem Dreifach-Mutter-Latinum die Weisheit nicht erfunden. Für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens und Erziehens suche selbst ich als erfahrene Minimonsterbändigerin nach Tipps und Tricks von anderen Müttern und Vätern.

Auf den Seiten Kinder-Tipps und Baby-Tipps gibt es genau diese Dinge verpackt in einer schönen und vor allem überschaubaren Form. Eltern von Kindergartenkindern finden hier Tipps für die Eingewöhnung in die Gruppe und für Eltern von Schulkindern gibt es Vorschläge für eine stressfreie Hausaufgabenzeit. Daneben werden Produkte auf Kinderfreundlichkeit getestet und Spielvorschläge für junge und Junggebliebene aufgezeigt.

Erfahrungsaustausch ist wichtig - vor allem für die eigene Psyche! Natürlich wird die stressige Zeit mit dem zahnenden Schreikind dadurch nicht kürzer, aber es tut der Seele gut zu lesen, dass es auch anderen Eltern so geht. Schaut doch mal auf der Seite vorbei. Ich finde sie gelungen und hilfreich für alle, die guten Rat suchen!

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