Montag, 24. Juni 2013

Schnapp-Wort Woche #25: O wie Ohnmacht

Mit einem fröhlichen O starte ich in meine Schnapp-Wort-Woche Nummer 25. In der letzten Woche habe ich mir den Kopf zerbrochen, welches Bild ich für das Wort mit O denn nehmen könnte. Und überhaupt - O-Worte sind wirklich schwierig! Und dann - peng - landeten mehrere O-Worte auf einmal in meinem internen Speicher, so dass ich mich gezwungen sah, eine Entscheidung zu treffen. Und - voila - hier ist mein Beitrag für Sunnys Schnapp-Wort-Aktion:


O wie Ohnmacht

Zu meinem Wort hätte ich noch ein anderes tolles Bild gehabt: Wie der Göttergatte aufgrund der schwindelerregenden Höhe des Oberhausener Gasometers (120m) mit bleichem Gesicht den rettenden Rasen aufsuchte. Aber diese Schmach habe ich ihm erspart (ähem ...)

Nicht das ihr mich wegen meiner Tiergeschichten bei der PETA, dem Tierschutzbund oder dem Verein zur Rettung des zottigen Eichhörnchens anschwärzt: Der Kerl lebt noch immer, er stellt sich nur tot, ist quasi in Ohnmacht gefallen, als ich mich ihm näherte. (Wehe, es lacht jemand!) Kurz darauf, war er nämlich wieder putzmunter. Gar nicht so dumm, die kleinen Krabbeltierchen. Und wer mir nicht glaubt, dass er noch lebt, kann sich ja das kleine Video hier ansehen. Er hat sich selbst in Sicherheit gebracht ;-)




Viele Schnapp-Wort-Grüße.

Montag, 17. Juni 2013

Schnapp-Wort Woche #24: N wie niedlich (ist anders)


Die vierundzwanzigste Woche der Schnapp-Wort-Parde steht ganz im Zeichen der kleinen fiesen Krabbeltierchen, die sich fröhlich in meinem Garten eingenistet haben. Es ist wieder Blattlaus-Zeit ...

N wie niedlich (ist anders)

Darum schenke ich Sunny für ihre Geschichte mal ein Adjektiv, welches wenig mit Blattläusen zu tun hat. Ich hätte ihr ja gern ein Bild von unserer Katze geschickt, aber die ist weggelaufen. Auch die Wachteln befinden sich nicht mehr in unserer Obhut, weil sich das Mardertier die letzten drei Hühnchen geschnappt hat. Was bleibt, sind die einzigen Tiere, die irgendwie alles und jeden überleben: Die gemeine Blattlaus. Und die ist alles andere als NIEDLICH. Aber dies ist mein Schnapp-Wort für diese Woche. Viel Spaß damit.


Bildungsurlaub für die ganze Familie

Zelten, Bauernhof oder mal etwas Neues ausprobieren? Wie wäre es mit einer Sprachreise?

Die Sommerferien stehen mal wieder vor der Tür und die Urlaubsplanung bereitet beinahe schlaflose Nächte: Camping letztes Jahr war Dank Dauerregen der absolute Reinfall, aus dem Alter für Ferien auf dem Bauernhof sind die Kinder eigentlich auch so langsam raus und eine Städtereise samt Kunst und Kultur ist mit der gesamten Familie auch eher nervenaufreibend als erholsam.

Wie wäre es also mal mit einer etwas anderen Form des Urlaub machens? Immer mehr renommierte Sprachschulen sowie Sprachreiseveranstalter bieten heutzutage eine neue Form des Sprachaufenthaltes an und zwar in Form eines Bildungsurlaubs für die gesamte Familie: Eine Familiensprachreise. 

Wir lernen für die Zukunft


Besonders in der heutigen Gesellschaft werden gute Englisch Kenntnisse bzw. Sprachkenntnisse im Allgemeinen, sowie eine gewisse Weltoffenheit und ein internationaler Blick auf das Geschehen immer wichtiger. In sämtlichen Bereichen des Lebens spielen diese eine Rolle. Bereits in der Grundschule beginnt der erste Englisch Unterricht. Fremdsprachen ziehen sich ab diesem Zeitpunkt an eigentlich durch den Rest unseres Lebens. Ob fürs Abitur, fürs Studium, für den Beruf oder einfach um die Welt durchs Reisen zu entdecken spielen Fremdsprachenkenntnisse eine große Rolle.
Fazit: Die Wichtigkeit der Sprachen ist im Prinzip unabhängig von Alter,  Tätigkeit oder Zukunftsplan des einzelnen. Gerade deswegen kann eine Familiensprachreise eine tolle und hilfreiche alternative zum ‚normalen‘ Sommerurlaub sein.

Nun denken sich viele Mütter wahrscheinlich: ‚Na damit muss ich meinen Kindern mal kommen, dass sie während der Sommerferien auch noch lernen sollen?!‘  Klar, ohne lernen, keine Fremdsprachenkenntnisse. Aber was das Lernen hier eben so besonders und angenehm macht, ist zunächst einmal die Umgebung. Eine Sprache in einheimischer Umgebung zu erlernen macht schon einen großen Unterschied. Nicht nur, dass einem permanent vor Augen geführt wird, wofür man das alles tut, man kann das Erlernte außerdem direkt an den Mann bringen und seine neu erlangten Kenntnisse auf die Probe stellen. Hierdurch werden diese besonders verinnerlicht und das neue Wissen auch langfristig im Gedächtnis behalten.


Freundschaften schließen über die Ferienzeit hinaus


Des Weiteren können gerade die Kinder beziehungsweise Jugendlichen durch eine derartige Sprachreise einzigartige Erfahrungen machen und internationale Freundschaften schließen. Innerhalb einer Familiensprachreise wird für jedes Familienmitglied, je nach Sprachlevel, Vorkenntnissen und Alters, das passende Kursmodell herausgefunden. Hierdurch trifft jedes Familienmitglied auf Gleichgesinnte, was nicht nur das Sprachen lernen sondern auch den Urlaub an sich von Anfang an bereichert. Die Freizeit kann dann, je nach Belieben, gestaltet werden. Aber ums Anschluss finden während der Ferien braucht sich hier schon mal niemand Gedanken machen.

Die Familie kann sich abends dann gegenseitig auf die Probe stellen, um zu gucken wer wohl schon was gelernt hat? Kleine Herausforderungen wie "Wer sich traut das erste Eis auf Englisch (Spanisch, Französisch… etc.) zu bestellen, bekommt eine extra Kugel" usw.

Sie werden sehen, dass das Erlernte im Zusammenhang mit tollen neuen Erfahrungen langfristig fruchtet und ein neu gewonnenes  Level der Motivation zur weiteren Verbesserung der Kenntnisse beiträgt. 

Gastartikel: Jana Wittenberg von linguista.ch


Mittwoch, 12. Juni 2013

Die Kichererbsen: Wer ist eigentlich Leo?




Wie imaginäre Freunde das Familienleben bereichern



Das Unheil ließ sich von weitem schon erahnen, als ich meine frisch gewischte Küche betrat. Unzählige matschige Fußabdrücke zierten meine beigefarbenden Fliesen.
„Gut – wer war es?“, fragte ich die Meute erbost, als ich sie zusammentrommelte und auf der Terrasse stramm stehen ließ. Betreten sahen sie auf den Boden.
„Ich nicht“, flötete die Große und war im Begriff meinen Gericht zu entfliehen.
„Halt! Ich will nicht wissen, wer es nicht war, sondern, wie die Fußabdrücke auf meinen Fußboden kommen!“ Ich war wirklich sauer. Putzen gehörte neben Bügeln zu meinen unliebsamsten Aufgaben, aber wenn ich es schon tue, dann soll es bitte auch mindestens eine Stunde sauber aussehen!
„Leo war’s“, meinte mein Kleinster und blickte mich mit seinen hellblauen Unschuldsaugen an.
„Leo? Wer ist dass denn nun schon wieder?“
„Ja, Leo war’s“, stimmten die anderen beiden dem Jüngsten zu und nickten eifrig.
„Den kenne ich nicht, aber wenn ich ihn erwische, dann kriegt er mächtig Ärger!“ Die drei kicherten und rannten zurück in den Garten. Da stand ich nun – in meiner frisch geputzten Küche mit matschigen Fußabdrücken, die LEO hinterlassen hatte.

Was war ich froh, als „Wupsi“, „Bella“ und „Hinkipinki“ endlich das Haus verlassen hatten. Die drei Freunde waren ziemlich anstrengend, aber nichts im Vergleich zu diesem frechen Kerl, den mein Jüngster angeschleppt hatte. Leo hatte es faustdick hinter den Ohren. Nachdem er meine Küche verunstaltete, baute er tags darauf einen Apfelsaftsee im Wohnzimmer und ließ kleine Lego-Männchen darin ertrinken. Kaum stand ich in der Tür, war Leo natürlich verschwunden und nur der Jüngste saß betreten neben der Pfütze.
„Lass mich raten: Leo war’s?“
„Ja“, meinte der Kurze und wollte sich aus dem Staub machen.
„Und wer macht das sauber?“
„Du?“
„Nein, ganz bestimmt niemals nicht. Leo ist dein Freund, dann kannst du ihm ja beim saubermachen helfen. Und vielleicht kannst du ihm beim nächsten Mal draußen spielen lassen.“ Unter lautem Protest wischte der Jüngste die Pfütze auf. Von Leo keine Spur.

Ich mag die Fantasie meiner Minimonster und auch die Tatsache, dass sie sich der größtmöglichen „künstlerischen“ Freiheit bedienen. Glücklicherweise ist das nur ‚ne Phase und diese mit spätestens sieben Jahren auch vorbei. Dann bleiben mir noch drei Jahre, um diesen Leo zu erziehen!
Bevor ich es vergesse: Er ist heute zum Abendessen eingeladen. Mal sehen, wie seine Tischmanieren so sind. Ich befürchte das Schlimmste …


Bis nächsten Mittwoch


Eure Chaos-Mama Sandra-Maria
 

Mittwoch, 5. Juni 2013

Kichererbsen: Fußballlexikon Neunmalklug - die Blutgrätsche


  „Also, zuerst zeige ich dir, wie man richtig grätscht. Das ist echt total wichtig, dass du weißt, wie das geht“, meinte unser fußballverrückter Nachbarsjunge zum Mittelkind.
Der Acker-Rasen in unserem Garten verwandelte sich blitzartig in ein Fußballfeld, die Treppe von der Terrasse hinauf in selbigen wurde zum Tor auserkoren.

Vorsorglich brachte ich meine drei Minitomaten in Sicherheit, die sich genau hinter dem selbsternannten Tor in der Sonne räkelten. Mit Kaninchendraht umwickelt, hielt ich das Risiko einer totalitären Verstümmelung für berechenbar.
Meine Tomaten und ich hatten Glück, denn an diesem Dienstagnachmittag unterrichtete der Nachbarsjunge unser Mittelkind im fachgerechten Ausführen einer „Blutgrätsche“.

Ich war mir noch nicht sicher, ob ich diesem Treiben ein Ende setzen oder lieber den neunmalklugen Ausführungen des Nachbarn lauschen sollte. Ich entschied mich für Letzteres, und hatte Spaß dabei … Hinterher blieb noch genug Zeit, dem Mittelkind die Idee einer angewandten „Blutgrätsche“ als unsportliches Verhalten wieder auszutreiben.

„Gut, Junge, du hast den Ball und ich versuche ihn dir abzunehmen. Los, lauf…“ Ergeben lief das Mittelkind mit einem Rosa-Mädchen-Gummiball über unseren Acker. (Lederbälle wurden nach mehreren abgeknickten Blumen, Ästen und drei kaputten Solar-Lämpchen vom Oberschiedsrichter eingezogen!!!)
„Ich greife dich jetzt an“, rief der Nachbarsjunge meinem Mittelkind zu und warf sich ihm entgegen, rutschte über den moosigen Rasen und verfehlte das Schienbein des Kurzen nur um Zentimeter.
„Hast du gesehen? Du musst dich richtig reinschmeißen, das Bein nach vorn und am besten den Gegner treffen.“ Ich schnappte kurz nach Luft. Das widersprach den gewaltfreien Regeln unseres Haushaltes. Da hatte ich heute Abend eine Menge aufzuarbeiten.

„Jetzt du. Los, greif mich an!“  Lauernd standen sich die beiden Kontrahenten gegenüber. Als der Junge mit dem Ball startete, rannte auch das Mittelkind los. Das rechte Bein schoss nach vorn, rammte dem Nachbarskind ins Schienbein und ließ es laut aufschreiend zu Boden gehen.

„Habe ich das so richtig gemacht?“, fragte mein Unschuldslämmchen mit dem rosa Ball in den kleinen dicken Patschhändchen. Der Nachbarsjunge lag noch immer am Boden und hielt sich sein Schienbein.
„Ich blute, ich blute …“, jammerte er, während er sich über den Rasen-Acker wälzte.
„Dann war das ‚ne Blutgrätsche!“, schlussfolgerte das Mittelkind und hob stolz die Brust.
„Neee.“ Der andere rappelte sich vom Boden auf und hielt sich sein Bein. „Bei ‚ner richtigen Blutgrätsche, muss das Bein gebrochen sein … am besten guckt noch ein Knochen raus.“

AHA. Wieder etwas gelernt.


Bis zum nächsten Mittwoch
eure Chaosmama


Sandra-Maria
 

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