Montag, 17. Dezember 2012

I wie In der Kinderküche wird aufgeräumt - Wir sehen uns 2013

Achtung: Baustelle!






Das Jahr 2012 ist fast vorbei. Da ich persönlich nicht an ablaufende Maya-Kalender glaube und den Weltuntergang somit für mich ausschließe, wird in der Kinderküche mal ordentlich aufgeräumt!

Es wird sortiert, ausgemistet und die Kinderküche bekommt einen neuen Anstrich! Seit März 2012 haben sich fast 10.000 Besucher auf meinen Seiten eingefunden. Darauf kann ich schon ein wenig stolz sein. Bin ich auch.

Dennoch wird sich im Jahr 2013 einiges ändern. Das Kinderküchen-ABC wird so nicht weitergeführt (obwohl es wirklich spaßig war!), sondern durch eine wöchentliche Kinderküchen-Kolumne ausgewechselt.

Ich blogge, weil es mir Spaß macht, meine mich umtreibenden Gedanken in Worte zu fassen. Ich will aber auch informieren. Es war ein wenig wuselig in meiner Kinderküche - das wird sich nun ändern. Systematisches Chaos eben!

Ich hoffe, ihr seid trotzdem wieder dabei. Und vor allem hoffe ich auf einen regen Austausch im Jahr 2013. Informationen über mich und meine Schreiberei wird es zukünftig nur noch auf meiner Autorenseite geben. Hier in der Kinderküche wird sich alles um Kinder, Küche und kreative Chaosbewältigung drehen (so wie bisher auch - nur eben etwas systematischer). Ob ich das so gut durchhalte, wie das Kinderküchen-ABC kann ich nicht versprechen. Bin halt ein Chaos-Kid. Aber, Versuch macht klug.

Ich wünsche allen meinen Lesern/ Leserinnen, allen Mütter und Vätern, Omas und Opas, meiner Familie und allen, die ich gern mag eine schöne restliche Adventszeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Alles Liebe,


eure Chaos-Mama Sandra-Maria

Mittwoch, 12. Dezember 2012

W wie Winterwunderland die 2.
















Schön war es...

S wie Schlitten ahoi

Der Schnee ist großartig. Vor meinem Bürofenster fuhr gerade der erste Schlitten vorbei. Nein, es war nicht der Weihnachtsmann, es war auch nicht die Bundeskanzlerin mit ihrem Mercedes - es war eine Mama, die ihr kleines Mäuschen durch den Schnee zog...

Ich werde gleich meine Kurzen auch mit dem Schlitten vom Kindergarten abholen. Hurra!!!

Es schneit, es schneit... (eigentlich mag ich gar keinen Schnee - meine derzeitigen Gefühlsschwankungen kann ich nur dem stetigen Schneefall und der neuen CD von Royal Republic zuschreiben, die hier gerade rauf und runter dudelt... )

Fröhlichen Schneetag noch an alle Schneehasen ...

Sonntag, 9. Dezember 2012

2. Advent: Alle Jahre wieder...

... erschlagen uns die Werbefachleute mit bunten, unsinnigen Kinderspielzeugen im Werbefernsehn als Anrgung zum Weihnachtsfest für verzweifelte Eltern!
Als hätten unsere Kinder nicht schon genug Schrott im Kinderzimmer, wird hierdurch das Wunschdenken nur noch gesteigert. Dabei sind die vielen angepriesenen Geschenkideen für die Mülltonne!

Warum sag ich so etwas? Weil ich als Mutter von drei Kindern nicht nur für die Wunschzettel der Kinder verantwortlich bin, sondern ihnen auch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Konsumprodukten beibringen möchte.

Wir leben in einem technikverliebten Zeitalter. Alles muss bunt, mit Licht- und Soundeffekten und dazu noch batteriebetrieben sein. Muss es? Nein! Ich bin dagegen. Die Werbewirtschaft und der Einzelhandel leider nicht.

Mir ist schon klar, dass das Rad nicht neu erfunden werden kann. Und so kann es auch nur EIN UNO-Spiel geben. Es sei denn, man baut ein paar technische Highlights ein, die mit Ton und automatischem Kartenauswurf für NOCH mehr Spielspaß stehen.

Die Weihnachtsidee mit dem Tagebuch finde ich zum Beispiel toll. Aber Tagebücher werden nicht beworben, dafür batteriefressende Technikkästen, mit dem das Kind Musik hören, kleine Computerspiele spielen und Sprach(!)nachrichten hinterlassen kann. Fast alle Grundschüler haben heutzutage einen Nintendo DS (ja, auch meine), ein Handy (dagegen wehre ich mich noch) und einen MP3-Player. Dafür können sie nicht mehr richtig schreiben - handschriftlich. Und die Produkte aus der Werbung verstärken dieses unsinnige Verhalten zudem.

Besonders stören mich dazu die beworbenen Minicomputer von V-Tech, für Kindergartenkinder und Vorschüler konzipiert und mit herausfahrbarer Tastatur zum Schreiben! Dieses Spielzeug ist ja wohl der Inbegriff von "Geld aus dem Fenster werfen"...

Apropos Wunschzettel: Meine Große hat ein Adventskalender-Buch bekommen. Dort gab es dann am dritten Dezember einen Wunschzettel zum Ausfüllen. Mit verheulten Augen kam das Kind abends aus ihrem Zimmer. Sie wusste nicht, was sie drauf schreiben sollte. Sie hatte keine besonderen Wünsche und war nun total verzweifelt, dass sie vielleicht nichts zum Fest bekommen würde... Total überfordert von all den bunten Spielzeugen, konnte sie sich nicht entscheiden. Was für ein Weihnachtsdesaster.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

S wie Schon wieder Weihnachtsplätzchen

Jetzt geht es richtig los. Uns Opa ist in Rente und hat mehr Zeit, als ihm lieb ist. Schlecht für ihn, gut für mich. Denn dann kann er sich um die Weihnachtsbäckerei kümmern. Immerhin ist er gelernter Bäcker und Konditor...

Ausstechplätzchen a la Opa

500g Mehl
250g Butter
250g Staubzucker (Puderzucker tuts auch)
2 Eier
Zitrone

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und für eine Stunde ruhen lassen. (Der Teig muss sich setzen, sagt der Opa) Danach kann das Ausstechen los gehen. Und wie es los ging. Ganze fünf Minuten waren die Kurzen beschäftigt, den Rest haben wir ausgestochen.

Oh du schöne Weihnachtszeit.




Schokoladig wurde die eine Hälfte des Teigs durch Zugabe von Kakao. Ein Löffel genügt völlig.

Und, wer erkennt die beiden Figuren? Na? Kommen da Kindheitserinnerungen hoch? Herr Fuchs wurde leider sofort verspeist. Der hatte keine Chance...

Die Ausstechförmchen hat mir meine Mutter mal mitgebracht. Das sind die Originale, mit welchen ich als kleiner Stöpsel schon Plätzchen ausgestochen habe... (so etwa fünf Minuten lang, bevor meine Mutter den Rest machen musste.)

W wie Winterwunderland

Gibt es für Kinder in unseren Breitengraden eine schönere Nikolausüberraschung als Schnee? Wohl kaum!
Meine drei rannten heute morgen an ihren vollbepackten Stiefeln vorbei, direkt zum Küchenfenster. Die kleinen Nasen an den Scheiben plattdrückend, konnten sie sich gar nicht satt sehen an diesem weißen Schneewunder.
"Tut mir leid, Mama", meinte meine Große plötzlich.
"Was meinst du?", fragte ich verwundert.
"Na, ich habe mir für dieses Jahr ganz viel Schnee gewünscht. Und du magst doch keinen Schnee..."

Ist sie nicht süß?

Da denkt sie, der Schnee wäre gefallen, weil sie es sich gewünscht hatte. Dabei habe ich mir eigentlich schon lange vorher den Schnee gewünscht, damit die Menschen, die am 15. Dezember zu unserem Adventsfenster pilgern  nicht auf unseren Schuttberg in der Einfahrt gucken müssen...

Montag, 3. Dezember 2012

L wie Lebendiger Adventskalender

Ich mag den Advent. Es ist großartig, zusammen mit den Kindern auf Weihnachten zu warten. Lange vor dem 1. Advent bestehen die Kinder darauf, das Haus zu schmücken, kleine Glöckchen und Sterne aufzuhängen und überall Lichterketten anzubringen.

In diesem Jahr haben wir uns als Familie zu einem ganz besonderen Adventskalender angemeldet. Zum ersten Mal findet in dieser Form bei uns im Stadtteil der "lebendige Adventskalender" statt.

Was ist der lebendige Adventskalender?

Eine weit verbreitete, schöne Tradition in der Vorweihnachtszeit. Überall im Stadtteil werden die Fenster geschmückt und 23 Fenster sind ganz besonders! Sie sind durchnummeriert von eins bis dreiundzwanzig. Diese Fenster spielen im Dezember eine wichtige Rolle, denn sie gehören zum lebendigen Adventskalender. Unser Haus ist Nummer 15, wir sind also am 15. Dezmber das Adventsfenster.

Die Wartezeit verkürzen

Warum macht man das? Gute Frage. Weil wir zusammen mit Nachbarn, Freunden, Bekannten und Einsamen auf Weihnachten warten wollen. Jeden Dezemberabend ab 18 Uhr wird ein Fenster geöffnet. Die Teilnehmer laden Besucher ein, an diesem Abend ein Teil der vorweihnachtlichen Heimlichkeit zu werden. Mit kleinen Geschichten, zusammen gesungenen Liedern, dazu einem guten Schluck Glühwein oder Kinderpunsch und ein reger Austausch mit den Nachbarn und Freunden, soll die Zeit des Wartens so etwas verkürzen. Das Programm ist jedem selbst überlassen. Auch die Gestaltung des Fensters kann jeder Teilnehmer selber bestimmen.

Große Vielfalt, gleicher Gedanke

Wir freuen uns auf Weihnachten, auf das Fest der Feste und warten gemeinsam auf den Tag, an dem wir Christen die Geburt Jesu feiern. Außerdem ist es eine schöne Gelegenheit seine Nachbarn besser kennenzulernen, mehr als einen freundlichen Gruß mit seinem Gegenüber zu reden. Ich freue mich darauf. Meine Kinder auch. Sie lernen gerade ein kleines Gedicht auswendig, welches sie am 15. vortragen wollen. Und ich habe eine kleine Weihnachtsgeschichte geschrieben. Aber, diese Geschichte wird ja erst am 15. Dezember aus dem Adventstörchen herausgelassen.

Nachtrag: So, die Geschichte ist nun doch eine andere geworden, als ursprünglich geplant. Sie ist nachdenklich, so wie auch das Thema des Adventtörchens. Wir wollen als Familie einen Spendentopf aufstellen und alles eingegangene Geld für die Iserlohner Tafel spenden. Bin gespannt, wer alles kommt und was wir zusammen bekommen...

L wie Lala & Ping - ein Malbuch als Geschenkidee für Weihnachten

Es waren einmal...

... zwei niedliche kleine Gesellen, Lala und Ping, die machten sich auf eine große Reise zu den unterschiedlichsten Tieren auf der ganzen Welt. Von A wie Ameise Annika bis Z wie Zebra Zottel. Als meine Tochter, eine Zweitklässlerin, dieses Malbuch zwischen die Finger bekam, entfuhr ihr ein bewunderndes "Oh, wie süß!" Und ich kann ihr nur zustimmen.

Die Illustrationen im Heft hat Heike Georgi gemalt. Mit Lala und Ping sind ihr zwei wirklich niedliche, sympathische Figuren gelungen, die den Kindern Freude beim Ausmalen bereiten.

Das etwas andere Malbuch von der gelernten Heilerzieherin Jacky Wodrich ist in Fibelschrift oder Schreibschrift gehalten und ist auf die Bedürfnisse von Vorschorschulkindern und Schulanfängern abgestimmt.



"Mit Tieren, Reimen und Zahlen - lesen, schreiben und malen"

Auf 40 Seiten im DIN A4-Format werden den Kindern die Tiere der Welt liebevoll vorstellt - und das in Reimform. Die Idee ist wunderbar. Denn durch Reime bleiben den Kindern die gelesenen Worte und Informationen besser im Kopf.

Leider sind die Reime teilweise sehr lang. Auch die Metik stimmt in vielen Fällen nicht, was ein selber Lesen für Schulanfänger schwierig macht. Schade ist auch, dass die gereimten Worte oft erzwungen klingen und manchmal aus dem Zusammenhang gerissen sind.

Ein Beispiel (was für mich in kein Kinderbuch gehört!):

(S. 6)
Aus den Eiern sind Küken geworden, Ella muss sich nun schnell Hilfe besorgen.
Der Ente wird schon langsam schlecht. Da kommen Lala und Ping gerade recht.

Dieser Reim ist wenig durchdacht. Was wird den kleinen Leseanfängern damit suggeriert? Das Lektorat hat bei der Überarbeitung des Manuskripts völlig versagt.

Schreiben lernen mit Lala und Ping

Gut gefällt mir, dass den Kindern in einem extra dafür vorgesehenen Textfeld die Buchstaben schreiben können. Dafür wurden die Buchstaben am Anfang der Geschichte jeweils fett gedruckt. Mir hätte dieser Teil noch besser gefallen, wenn auch die kleinen Buchstaben, welche die Kinder im unteren Teil schreiben sollen, fett gedruckt worden wären. Die Idee mit dem Unterstreichen der Wörter gefällt mir wirklich gut.

Im Zahlenland

Hier werden den Vorschulkindern die Zahlen bis zehn näher gebracht. In den liebevoll gestalteten Bildern finden sich die gesuchten Zahlen wieder und im Textfeld können die Zahlen dann auch geschrieben werden.


Mein Fazit:

Ein wunderschönes Malbuch für Vorschulkinder und Schulanfänger. Die sympathischen Figuren täuschen über die schlechten Reime hinweg.


Das etwas andere Malbuch ist im Traumstunden-Verlag Essen erschienen und kostet 6,99€ (Versandkostenfrei innerhalb von Deutschland). Bestellungen können direkt über die Homepage der Autorin, ihrer FB-Fanpage oder auf Amazon abgegeben werden.






Sonntag, 2. Dezember 2012

1. Advent: Wir warten

"Mama, wann ist Weihnachten?"
"Das dauert noch", versuchte ich die Ungeduld meines Jüngsten zu beruhigen.
"Wie lange?"
"Sieh mal, wir haben doch heute erst das zweite Törchen geöffnet. So viele Törchen", ich zeigte auf seinen bunten Schokoadventskalender, "müssen wir noch öffenen, bevor Weihnachten ist."
Ich war beruhigt. Mein Sohn nicht.
"Warten ist doof!"
"Nein. Warten erhöht die Spannung auf den schönsten Tag im Jahr."
"Aber, wenn ich heute alle Törchen auf mache, dann ist doch Weihnachten..."
Seine kindliche Logik ließ mich leise Schmunzeln.



Als ich ein Kind war, kam mir die Zeit bis zum Weihnachtsfest unendlich lang vor. Länger als jeder andere Monat. Das Warten wurde auch durch den Adventskalender und den täglichen Leckereien darin nicht weniger nervenaufreibend.
Für mich vergeht der Advent heute viel zu schnell. Und überhaupt, die Stunden im Dezember sind viel kürzer, als in allen Monaten zuvor. So scheint es mir. Meinen Kindern geht es nicht so. Leider.

Das Warten ist etwas Fürchterliches, nicht nur aus Kindersicht. Ich hasse es im Arztzimmer zu warten. Ich warte auch ungern in der Schlange bei der Post. Warten und dabei untätig rumstehen, rumsitzen und Däumchendrehen.

Advent heißt auf etwas Besonderes warten. Warten auf etwas, dass alle Jahre wieder kommt und doch seit mehr als zweittausend Jahre gleich ist. Die Menschen vor der Geburt Jesu warteten auf ein Licht, welches in die Welt hinaus ging um Frieden, Freude und Genesung zu schenken. Und heute?

Die vielen Lichter im Advent sybolisieren noch immer die Sehnsucht der Menschen. Sehnsucht nach Frieden, Freude und Genesung. Advent. Das bedeutet auch die Vorbereitung auf Weihnachten. Wir wollen uns in dieser Zeit auf die wahre Weihnachtsgeschichte besinnen, wollen auf die Geburt Jesu schauen und uns freuen.

Die erste Kerze brennt - heut ist der erste Advent.

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