Freitag, 27. April 2012

U wie Überdauern oder Hat Grün eine Zukunft?

Gleich mal vorneweg: Das ist kein politisches Statement. Nicht, dass hier einer auf die Idee kommt. Aber um mich abzusichern, wollte ich es gleich zu Anfang klar stellen...


Hat GRÜN eine Zukunft?









Ich wünschen allen ein schönes Wochenende!

V wie Verbinden

Was passiert, wenn sich der GROßE mit dem KLEINEN verbindet?
Was passiert, wenn sich der GROßE sich mit dem KLEINEN verbindet?




... dann könnte da ein Mittelklassewagen draus werden!

Donnerstag, 26. April 2012

T wie Transportieren oder Die Ausbeute von 15 Minuten Hausputz

  • 15 Blumen
  • 1 Igel
  • 1 Brautpaar
  • 13 Steine
  • 10 Schnipsel 
  • 95 Wollmäuse

Das hier oben ist die Ausbeute des Staubsaugers aus dem Kinderzimmer meiner Großen... Gut, die Wollmäuse und Schnipsel wird er wohl verkraften. Ich bin nur gespannt, wie sich das Brautpaar mit dem Igel im Staubsaugerbeutel verträgt. Vielleicht verschanzen sich die Liebenden hinter den Steinen und werfen mit Blumen... oder verstecken sich hinter den Blumen und werfen mit Schnipseln, bauen sich aus den Steinen ein Haus und ziehen mit 95 Wollmäusen zum 01. Mai in ihre neue Behausung... Vielleicht versuchen sie auch aus dem Staubsaugerbeutel zu flüchten, benutzen den Igel als Werkzeug und bauen sich aus den Schnipseln eine lange Leine zum herausklettern... Man weiß es nicht!

Ich gehe mal fix noch das Zimmer der Jungs saugen, vielleicht verirrt sich ja noch ein Rennauto in den Beutel, damit die Beiden einen Fluchtwagen haben, wenn sie sich aus dem STAUB machen...

Mittwoch, 25. April 2012

S wie Spezialisieren oder Deutschland sucht das Supertalent

Bei der Talentsuche unser Kinder mussten wir eine wenig nachhelfen! Da ich persönlich (und natürlich auch aus praktischen Gründen) nicht viel von Full-Time-Terminplanung im Kindergartenalter halte, hielt sich auch unser Nachmittagsprogramm bisher in überschaubaren Grenzen.
Allerdings komme ich nun im Grundschulalter langsam in Bedrängnis, wenn ich höre, was andere Kinder in diesem Alter schon leisten: Vom Schwimmverein über Klavierstunden, vom Schach bis hin zum Profi-Fußball-Star der G-Jugend... Genauer betrachtet, führt mein Kind ein sehr eintöniges, schnödes Kinderleben, mit Besuchen von Freunden, Toben im Garten und auf Bäumen herumklettern. Die Interessen sind weit gestreut und von flüchtiger Natur. Was heute mit einem lauten "Hurra" beklatscht wurde, kann morgen schon wieder völlig uninteressant sein.


Talentsuche für Einsteiger

Gut, ich als Mutter zähle mich noch zu den Einsteigern, was die Talentsuche angeht. Ich will mich nicht einreihen in die Mütterschar, welche ihre Kinder von Montags bis Freitags zu allen möglichen Veranstaltungen kutschieren. Allerdings möchte ich auch, dass mein Kind, seine Fähigkeiten erkennt und ausbaut. Ein zweischneidiges Schwert (jedenfalls bei uns!) Manche Eltern haben genaue Vorstellungen, was aus ihrem Kind werden soll, welche Interessen gefördert werden und was zu einem Kinderleben des 21. Jahrhunderts dazugehört. "Bildung fange im Kindergarten an" sagte kürzlich Frau Hannelore Kraft (SPD) in irgendeinem Radiointerview. Wir haben im Kindergarten viel mit unserer Großen ausprobiert: Englisch, Turnen, musikalische Früherziehung, Schwimmen...

Der Lerntyp ist entscheidend

Unser Kind ist ein Bewegungs-Typ: ständig in Bewegung, sportlich sehr aktiv und kaum ruhig zu halten. Ich bin mir nicht sicher, ob sie in einer Musikschule gut aufgehoben ist, wo sich sich konzentriert an ihre Noten halten soll. Allerdings weiß ich das erst, wenn ich es ausprobiert habe. Deshalb haben wir unsere Große nun wieder dort angemeldet: im Instrumentenkarussel. Hier kann sie bis zum Sommer vier verschiedene Instrumente ausprobieren. Mit dem Schlagzeug hat es angefangen, über Cello, Querflöte und Harfe. Doch schon nach der ersten Schlagzeugstunde, die sie noch großartig fand, war ihr dieses Instrument zu banal. (Ich kann mir auch vorstellen warum: Sie sollte einen Rhythmus nachspielen, der vorgegeben war und das passte ja überhaupt nicht in ihre Vorstellungen!) Vielleicht sollte sie doch lieber Schwimmen oder Turnen... Doch wenn ihr das auch wieder zu banal ist, steigt sie sicher wieder um auf Klettern, Toben und im Garten spielen (nach ihren eigenen Regeln)!

Montag, 23. April 2012

R wie Reisen oder Per Eintrittskarte durch die Galaxie

Wir Deutschen sind schon ein sehr reiselustiges Völkchen! Am Liebsten hoch hinaus, weit weit weg oder ganz nah ran... Deshalb haben wir unseren sonntäglichen Familienausflug ins Weltall gemacht und sind einmal quer durch unsere Galaxie geflogen, haben Sterne gesehen, Zwergplaneten bewundert und waren bei der Geburtstunde neuer Planeten dabei...


"Faszinierendes Weltall" -Show im Planetarium
Einmal Weltall und zurück in nur 60 Minuten - schneller unterwegs als das Licht! Wie das ging? Im Planetarium ist alles möglich. Und da wir seit letzter Woche stolze Besitzer einer Ruhrtopcard sind, wollten wir die Möglichkeit auch sofort ausnutzen. Deshalb haben wir dem Bochumer Zeiss Planetarium als Erstes einen Besuch abgestattet und dabei 37,50 Euro gespart, denn wir sind mit unserer Ruhrtopcard dort tatsächlich umsonst reingekommen.

Der seit 1999 aktive Projektor im Planetarium





Ich hätte nicht gedacht, dass es in einem Planetrium so voll sein kann. Die Veranstaltung war an diesem Sonntag dreimal ausverkauft. Also, wer ins Weltall will, sollte sich vorher anmelden, sonst wirds nix mit der Reise quer durch die Galaxie...

Samstag, 21. April 2012

Q wie Qualifizieren oder Warum die Pisa Studie scheitern muss!

Gestern war in der Grundschule meiner Tochter (sie ist in der 1. Klasse) die Vorbesprechung der Lesemütter. Ich habe mich, teils aus Interesse, teils auch weil ich vormittags Zeit habe dazu bereit erklärt, mitzumachen. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass wir Lesemütter in der Schule vorlesen. Was ja letztlich Quatsch ist, denn die Kurzen sollen ja schließlich selber lesen lernen.

Warum die Pisa Studie zum Scheitern verurteilt ist

Wir Lesemütter lesen also nicht in der Schule, sondern wir beaufsichtigen eine Kleingruppe an Schülern beim Selberlesen. Es handelt sich um eine spezielle Leseförderung, welche von Müttern/ Vätern übernommen wird, weil die Schule selber für solche Aktivitäten keine finanziellen Möglichkeiten hat. Qualifiziertes Personal kostet die Schule und dementsprechend dem Steuerzahler ja auch Unmengen an Geld! Meine Tochter ist eine von 30 Schülerinnen und Schülern, welche in einer stadtnah gelegenen Grundschule die erste Klasse besuchen. Bei dieser Anzahl an Kindern in einer Klasse, ist es schwer möglich, die individuellen Stärken und Schwächen des Einzelnen zu fördern.

Wir brauchen nicht noch mehr Kita-Plätze, damit Mütter von Zweijährigen schon arbeiten gehen können! Wer sonst sollte denn wohl die Förderung in der Schule übernehmen? Jedes Jahr zur Veröffentlichung der Pisa Studie geht ein Aufschrei durch die Nation. Politiker schlagen sich die Köpfe ein, wenn es darum geht, das Schulsystem zu verändern. Doch wie soll die Pisa Studie jemals Erfolg zeigen, wenn die Grundsubstanz in der Grundschule schon im Argen liegt???


NRW schneidet meist besonders schlecht ab bei Pisa

Eingangs erwähnt, besucht meine Tochter eine stadtnahe Grundschule. Hier bei uns im behüteten Iserlohn bedeutet das, einen hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund (obwohl ich dieses Wort echt nicht mehr hören kann!!!). In vielen Städten des Ruhrgebiets sieht das nicht anders aus. Natürlich kann man eine Grundschule im sächsich gelegenen Pirna nicht mit einer Grundschule im Dortmunder Norden vergleichen - und auch eine Grundschule in der Iserlohner Innenstadt hat ein anderes 'Klientel' als im ländlichen Iserlohn-Hennen. Und trotz allem: Dreißig Kinder sind für eine Grundschulklasse zuviel, egal wo sie gelegen ist. Hier bei uns ist es erst möglich eine Klasse mit 33 Kindern in zwei Klassen zu teilen. Sind es 32 hat man eben Pech gehabt. Das ist nicht nur der pure Stress für die Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch für die Kinder! Sie müssen sich erst an die neue Situation gewöhnen, brauchen noch viel Bewegung zwischen den einzelen Unterrichtseinheiten und lernen alle in einem unterschiedlichen Tempo.

Wie soll eine einzelne Lehrerin (ich verzichte jetzt mal auf den männlichen Begriff, denn diese sind in den Grundschulen Mangelware) die individuellen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigen? Die Starken beginnen sich zu langweilen, die Schwachen kommen trotzdem nicht hinterher. Wo bitte ist denn das Problem, die Klassenstärke auf 20 festzulegen? Mehr Geld für die Bildung... pah... es hilft doch den Kindern nichts, wenn ihre Klassen multimedial ausgestattet sind, aber die Lehrer für ihre Ausbildung fehlen...

Freitag, 20. April 2012

P wie pauken oder Mama wird Lesemutter in der Grundschule ihrer Tochter.

Hier passt das Eingangsverb vielleicht nicht ganz so gut, aber da schaue ich einfach mal drüber weg. Denn der Inhalt ist wichtig: Ich werde eine Lesemutter! Gleich treffen sich die restlichen Gleichgesinnten (und vor allem nicht berufstätigen Mütter!) in der Schule und bekommen den genauen Plan, wann und wie das Projekt startet.

Donnerstag, 19. April 2012

O wie Organisieren oder Welche Frage stellt man einem Politiker?

In wenigen Wochen ist Landtagswahl in NRW und überall wird kräftig die Wahltrommel gerührt. An den Laternenmasten und Zaunpfählen hängen sie wieder - die Gesichter unserer GROßEN aus Nordrhein-Westfalen.

Jetzt werden wir einfach mal ein wenig hypothetisch und stellen uns vor, wir hätten eine Frage an einen der dort hängenden Politiker frei, welche würden wir ihm/ ihr stellen? Wir sind doch das Volk (hab ich mal gelesen) und dementsprechend lassen wir uns von den Gesichtern auf den Plakaten doch auch im Landtag vertreten. Aber spielen sie auch in unserer Landesliga oder irgendwo weiter oben - Bundesliga, Champions Leage oder Europa Pokal? Wird die Basis überhaupt noch wahrgenommen? Ihre Wünsche, Fragen und Ängste überhaupt beachtet? Kennst sich einer von EUCH aus der Basis mit den Parteiprogrammen aus? Die können doch viel schreiben und hinterher passiert nichts. Ich hätte schon ein paar Fragen, die mir unter den Nägeln brennen.

Aber mich würden EURE Fragen interessieren! Habt ihr welche? Wenn ja, welche? Hinterlasst sie doch einfach mal im Kommentarfeld...

N wie Nachdenken oder Wie gefährlich ist Plastik für unsere Gesundheit?

Es lohnt sich in der Tat GEZ-Gebühren zu zahlen! Gestern Abend lief auf 3sat ein interessanter Bericht über den "Plastic Planet", welcher mich um meinen nächtlichen Schönheitsschlaf brachte. Die Frage "Wie gefährlich ist Plastik für unsere Gesundheit" wurde in dieser preisgekrönten Dokumentation von Werner Boote auf eindrucksvolle Weise beantwortet. Die Fakten, die der Österreicher seinen Zuschauern um die Ohren warf, waren erschreckend und mir wurde übel, als ich einen Schluck aus meiner PET-Wasserflasche nahm und mir ein Gummibärchen aus ner Plastiktüte in den Mund schob.

Plastik ist schon überall und Plastik macht krank

Während sich die Plastiklobby noch mit Händen und Füßen dagegen währt, haben Wissenschaftler rund um den Globus (welcher sechsmal in Folie gewickelt werden könnte, mit der Masse an bisher hergestellten Plastik) erschreckende Forschungsergebnisse in ihren Schubladen liegen, die keiner lesen möchte. Warum auch? Unser Planet besteht doch schon aus Plastik... Ich habe mich heute morgen mal bemüht - obwohl bemüht ist nicht das richtige Wort, denn es war eine Sache von wenigen Minuten - alle mir sofort ins Auge springenen Gegenstände in unserem Haushalt zusammenzustellen, die aus Plastik sind. Das Bild ist erschreckend. Ich brauchte gar nicht lange suchen, um dieses bunte Sammelsurium zusammenzutragen.

Eine kleine plastische Auswahl


Ist eine Welt ohne diese Dinge überhaupt noch vorstellbar? Wie soll man denn einen verantwortungsvollen Umgang leben, wenn man von Plastik umgeben ist. Laut Bootes Bericht ist in den Weltmeeren bereits sechsmal mehr Plastik als Plankton zu finden. Das Erschreckende daran ist, es löst sich nicht auf, verschwindet nicht einfach, wenn wir die Augen zumachen und versuchen Gras drüber wachsen zu lassen. Einige enthaltene Stoffe in den Produkten sind hochgiftig und verändern nachhaltig unser eigenes Hormonsystem. Ist ja auch kein Wunder, denn die Giftstoffe überdauern mehr als 500 Jahre in unseren Böden und Gewässern. Wir nehmen sie mit dem Trinkwasser auf, haben sie in unseren Lebensmitteln und unsere Kinder spielen damit.

Was wird aus dem recycelten Plastikmüll?

Nun stellt sich mir die Frage, was denn nun aus dem ganzen Müll der Gelben Tonne wird? Wird er verbrannt, steigen die Schadstoffe in die Luft und wir atmen sie ein. Wird er zu neuen Gegenständen verarbeitet, kommen die Schadstoffe mit neuem Gesicht wieder zurück in unseren Lebenskreislauf. Wir werden sie nicht los! Fast wie den Atommüll... Gibt es eigentlich schon Plastikgegner, die sich an die Tore der hiesigen Chemiefabriken ketten, um ihren Ärger zum Ausdruck zu bringen? Es ist nicht möglich, ohne Plastik zu leben, aber wir können beginnen, bewusster und mit geöffneten Augen über unseren "Plastic Planet" zu gehen.


Buchtipp für Interessierte: 

Gerhard Pretting, Werner Boote
Plastic Planet: Die dunkle Seite der Kunststoffe

Verlag Orange Press
ISBN-13: 978-3936086478

Offizielle Film-Website

Aktion Mach Mit!


Dienstag, 17. April 2012

M wie Maulen oder Warum hab ich so wenig Leser!

Jetzt muss ich aber mal eine Beschwerde loswerden! Da habe ich mich mal so richtig ins Zeug gelegt, habe die Wildkräuterküche studiert, habe mich in den Wald begeben, bin auf dem Boden rumgekrochen, um zu recherchieren und keinen interessiert die gesunde Wildkräuterküche?

Da stimmt doch was nicht! Was ist denn hier los in Deutschland? Ich dachte mir, dass wir in schweren Zeiten stecken, wo kaum einer mehr Geld für gesundes Essen ausgeben kann (weil er es angeblich nicht hat)... Und was ist gesünder, als das Unkraut aus dem Wald, vom Feld, von den Wiesen??? Und jetzt soll mir doch bitte keiner sagen, Menschen, die kein Geld für gesunde Lebensmittel haben, haben auch kein Internet, geschweige denn einen Computer... Das glaub ich nämlich nicht! Die, die kein Geld haben, haben nämlich mit höchster Wahrscheinlichkeit sogar ein besseres Smartphone, als ich eins habe (aus dem näheren Bekanntenkreis kann ich da bereits 3 aufzählen!!!)

Kein Geld für Lebensmittel, aber für den neusten TabletPC der Apfelfirma... soweit kommt es noch. Diese Menschen sollten mal lieber hinaus in den Wald gehen, um ein wenig Giersch zu ernten. Damit kannn man nämlich tolle Sachen machen. Auch Brennnesseln oder Gänseblümchen fangen ja jetzt wieder an zu wachsen, die passen hervorragend in eine Suppe...

So, jetzt hab ich endlich mal das gesagt, WAS GESAGT WERDEN MUSSte...

Montag, 16. April 2012

Teil 2 meiner wunderlichen Reise mit dem Zug quer durch Deutschland

Der ein oder andere mag sich erinnern - da war doch mal was Verrücktes mit einer Zugfahrt quer durch Deutschland. Genau darum geht es, es wird quasi die Fortsetzung des ersten Teils, welcher sich von Dortmund nach Hannover schlängelte und dort abrupt endente.

In Wirklichkeit wurde die Reise ab Hannover erst richtig interessant. Die Landschaft veränderte sich zunehmend. Statt schnöder geradliniger Felder-Wälder-Dingsbums wechselten sich jetzt hunderte Tunnel in den unterschiedlichsten Längen ab. Zwischendurch zogen sich die Wolken dichter zusammen und ein übler Regenguss verhagelte uns denn Rest der Sicht. Und als wir in Kassel-Wilhelmshöhe einfuhren und uns im dortigen "Palast der Winde" die Kopf durchpusten ließen, war ich dank Müdigkeit und Kaffeeentzug soweit aus der 'Schiene' geworfen, dass ich mir ein nettes, kleines 2-Wochen-Frühstücksabo der Süddeutschen Zeitung habe andrehen lassen.
Mein Mitfahr-Agent hätte mir sicherlich gern in väterlicher Manier den kleinkindlichen Hintern versohlt, weil ich es mal wieder geschafft habe, innerhalb von 15 Minuten Aufenthalt auf eine arme, mir leidtuende Studentin hereinzufallen, die Abos an vorbeieilende Reisende verteilte. (Ich muss zugeben, ich war so überwältigt vom Kasseler Bahnhof... ähem) Auf der anderen Seite bin ich einfach in die Ich-Kann-Doch-Nicht-Nein-Sagen-Falle getreten, weil ich die arme Studentin sehr sympatisch fand und ich mich mit der Süddeutschen hätte gut weiterbilden können...

Nach Kassel wurde sowieso alles anders: Die Sonne schien, die ersten Hügel kamen zum Vorschein und mein Mitfahr-Agent und ich packten unsere Fresspakete aus. Nächster Halt wäre dann planmäßig um 15:05 Uhr in München. Bis dahin hätten wir genügend Zeit zum Entspannen. Immerhin hatte ich ein Buch dabei (Wie hieß das doch gleich? Ach ja, und ne Süddeutsche Zeitung hatte ich ja auch noch...)

Wieder war der Zug pünktlich und wieder war der Zug voll, doch diesmal nicht so voll, dass wir keinen Sitzplatz hätten kriegen können. Gemütlich, so gut es eben geht in einem viel zu engen Zug, schmissen wir uns auf die ersten beiden Sitze ohne Reservierungsschild und belagerten die Plätze mit Feuereifer. Vor uns saß ne Oma und davor saß eine lustige Reisegruppe aus Oberbayern... woran wir das erkannt haben? Als ob man Oberbayern nicht aus tausenden von Menschen heraushören würde... vor allem, wenn sie Skat spielen!
Dann fuhr unser Zug pünktlich in den Bahnhof von Würzburg ein und stand. Nach zehn Minuten stand er immer noch und keiner wusste warum. Die Zeit verging, 15 Minuten, 20 Minuten... dann kam die Durchsage: "Sehr geehrte Fahrgäste, die Weiterfahrt verzögert sich um wenige Minuten, weil wir noch eine schriftliche Weisung bekommen."


Mein Sitznachbar und ich sahen uns an. Eine schriftliche Weisung? Vielleicht etwas wie:
  • "Erwartet an Kilometer 198 ein selbstmörderisches Kamikazefrettchen mit roter Bommelmütze." oder 
  • "Überfahrt die Schafherde langsam!" oder 
  • "Fahrt auf Sicht und achtet auf umherfliegende Maikäfer."


 Und dann fuhr der Zug los... nun, fahren konnte man das nicht nennen, denn ein fußkranker Renter war schneller als unser ICE. Wenige Meter später wussten wir dann warum: Da hats einen zerschlagen! Der Zug fuhr in Schrittgeschwindigkeit am Unfallort vorbei, wo die Polizei mit blauen Müllsäcken die Einzelteile eines ehemaligen Mitmenschen zusammensammelte. Der Polizeifotograf knippste und der Leichenwagen stand am Rande der Gleise. Unser Zug wurde auf das einzig befahrbare Gleis umgeleitet und konnte mit knapp 25 Minuten Verspätung die Weiterfahrt antreten. Um 14:32 Uhr hatten wir 299 km/h drauf und der wagemutige Zugführer versuchte die verspäteten Minuten aufzuholen. Die Oberbayern im Abteil johlten, als die 300er Marke geknackt wurde und einer meinte: "Doa lasst ers krochan!" Leider krachte es nicht so gut, dass wir unseren Anschlusszug bekommen haben und München konnte uns für eine Stunde als Touristen beherbergen.

Willkommen im Hauptbahnhof München!

L wie Lauschen oder Die Fangesänge der Hertha-Anhänger im Zug

Nein, auch nach fast 3000 km Zugstrecke habe ich noch nicht genug vom Bahnfahren. Ich mag es immer noch. Zugfahren entspannt ungemein! Gut, es kann sein, dass ich mit dieser Meinung allein da stehe und in der nächsten Zeit, wird sein meine Reisebegeisterung auch etwas in Grenzen halten müssen, denn die Ferien sind vorbei und mein Job als Mama erfordert wieder die größte Aufmerksamkeit.
Allerding hilft Bahnfahren tatsächlich, um diverse Bildungslücken zu schließen. Das habe ich erlebt, als ich meine letzte Fahrt unternommen habe. Nun, die ist jetzt auch schon mehr als eine Woche her, aber das tut nichts zur Sache. Denn meine lustigen Mitfahrer habe ich noch gut in Erinnerung.

Es begab sich an einem schönen Samstagmorgen, halb neun in Berlin. Ich bestieg meinen Zug Richtung Heimat und mit mir stiegen etwa 30 blau-weiß-verkleidete Hertha-Fans in die Bahn. Gefühlt waren es mindestens 100, denn die Stimmung war morgens schon bombastisch! Von den Fans wurden diverse Bierkästen in das Abteil geschleppt, dazu johlten und grölten sie siegessicher vor sich hin. Wankend und schwankend schleppten sie sich regelmäßig an meinem Sitzplatz vorbei - auf dem Weg ihr oben hineingefülltes Bier, unten wieder hinauszulassen.
In Minden wechselte ich den Zug - mit mir taten dies die feucht-fröhlich-angeheiterten Hertha-Fans. Ich wurde sie nicht los, denn sie waren auf dem Weg nach Duisburg, Mönchengladbach... weiß der Geier, wohin... dahin, wo auch mein Zug mich bringen sollte. Und so wurde ich auf dem Weg von interessanten Fan-Gesängen begleitet, die mich bis in die Ohrenspitzen erröten ließen. (Ich als Fußball-Nix-Checker habe mich die ganze Zeit über gefragt, warum Sylvi van der Vaart in einem nicht jugendfreiem Text vorkam...)
Lustig wurde es erst, als unser Zug in Rheda-Wiedenbrück wegen einem verrückten Selbstmörder die Fahrt stoppte, die Fangesänge kleinlaut wurden und die angeheiterten Berliner mit einem Schlag nüchtern waren, sahen sie doch ihr ersehntes Fußballspiel gerade an sich vorbeiziehen. Sie stürmten, sie motzten, sie schleppten ihre Kästen hinter und vor sich her - in der Hoffnung eines der Schienenersatzfahrzeuge besteigen zu können. Während sie warteten wurden sie wieder etwas mutiger und die "Alte Dame an der Spree" bekam wieder lautstarke Unterstützung aus 30 Männerkehlen. Und da keiner mit den verrückten in einem Schienenersatzverkehrbus sitzen wollte, hatten die Kerle den Vortritt, stiegen singend in den Bus und haben hoffentlich ihr Spiel noch gesehen... (Auf der Rückfahrt werden sie wohl geschwiegen haben, denn die Hertha, ihre "Alte Dame" an der Spree hat verloren, da half dann auch kein harter P... wegen Sylvi van der Vaart...)

Donnerstag, 5. April 2012

Menschen hautnah - Bahnhofs-Beobachtungen


Das Beste am Bahnfahren überhaupt ist das Beobachten der Menschen. Ich habe noch etwas Zeit, bis mein Anschlusszug von Gleis 2 Richtung Heimathafen weiter rollt. Die Zeit nutze ich für einen Kaffee, eine Zigarette und für meine Lieblingsbeschäftigung, dem Beobachten. Und es ist wirklich faszinierend, was für irre Typen sich vor dem Bahnhof tummeln. Hier kommt eine kleine Auswahl, ein Zeitfenster von etwa zehn Minuten, in dem ich einfach nur die vorbeieilenden Menschen betrachtet habe...

Hannover Hauptbahnhof
 
  • ein älterer Mann mit grauem Haar und einem braunen Geigenkasten
  • drei gackernde junge Mädchen
  • ein hochgewachsener Vater mit seinem Kind auf den Schultern
  • zwei Snobs – braungebrannt, mit Föhnfrisur á la Bachelor und Wildlederslippern
  • ein knutschendes Pärchen
  • ein eilig vorbeilaufender Geschäftsmann im Trenchcoat mit Rollkoffer
  • ein Junge mit Baseball-Cap und einer Asia-Snack-Box
  • eine Oma mit grauen Haaren, die auf den Boden gespuckt hat
  • zwei Asiatinnen mit voll bepackten PRIMARK-Tüten
  • drei Emos
  • ein Mann, der genau vor mir stehen blieb und seine SMS gelesen hat
  • eine Mittvierzigerin mit knallroten Highheels
  • ein Tourist, der das „Landesvaterdenkmal“ fotografiert hat, welches vor dem Bahnhofsgebäude stand (kein Asiate)
  • eine schicke Dame, vielleicht eine Ärztin, in einem beigen Kashmere-Mantel, dunklen halblangen Haaren und einem Aktenkoffer zum Hinterherziehen, die vor einem riesigen Plakat ein Eis schleckte
  • ein vielleicht 17-jähriges Mädchen mit einem Kuh-Ballon
  • eine junge Frau mit roten Dreadlocks, die ihr bis zu den Knöcheln reichten
  • ein kleines Mädchen (Luna), welches auf die geschmückte Rasenfläche stürmte und von ihren Eltern dafür getadelt wurde
  • eine vor sich hin schimpfende Oma mit einer zartlila Handtasche und einer Strickmütze
  • ein wirklich dickes Pärchen, welches sich über den Bahnhofsvorplatz schleppte
  • zwei Bundeswehrsoldaten, einer davon war sehr dünn und hatte einen Koffer

Meine wunderbare Reise mit der Deutschen Bahn


Als Überlebende habe ich mein Bahn-Experiment überstanden und es war in der Tat ein Erlebnis! Ich werde die Fakten mal eben als Kurz-Exposè zusammenfassen, denn die ganzen 17 Stunden würden den Rahmen doch etwas sprengen.

Die Reise beginnt viel zu früh am Morgen

2:15 Uhr - Noch nicht ganz wach, aber durchaus mit einer gewissen Vorfreude ausgestattet setzte ich mich zu meinem Nachbarn ins Auto. Da dieser Nachbar auf der Reise eine nicht unbedeutende Rolle spielt, nenne ich ihn im Folgenden einfach nur Agent M. Ich stieg also zu Agent M ins Auto und ließ mich noch im Halbschlaf zum Startbahnhof chauffieren, womit unsere Reise schließlich wirklich ernst wurde. Da der Agent ein pensionierter Bahner, dazu von einer eindrucksvollen Leidenschaft was Züge, Fahrpläne und Streckenhindernisse angeht, geprägt ist, habe ich mir um diesen Tag wirklich keine Sorgen gemacht. Vielleicht lag es aber auch an meiner leicht bis mittelstark ausgeprägten kindlichen Naivität, und meiner fantastischen Vorstellung, alles würde gut werden.

Ankunft in Dortmund: 2:53 Uhr
5°C Außentemperatur


Nachdem wir auf dem Weg etwa fünfzehn Rehe, zwei Wiesel und eine leuchtende Glasscherbe gesehen haben, kamen wir am Ort des Geschehens an. Viel zu früh, wohlgemerkt, aber Agent M brauchte die absolute Sicherheit, dass wir auch ja pünktlich ankommen. Und so fror ich mehr als eine halbe Stunde auf dem Bahngleis 4 vor mich hin. Um diese Zeit sind tatsächlich nur Chaoten unterwegs. Drei Halbstarke unterhielten sich über ein am Abend stattgefundenes Konzert und eine weitere Schlafleiche stand an eine Mauer gelehnt und schlürfte Kaffee.
Dabei fiel mir dann ein, dass ich noch gar keinen Kaffee hatte, an diesem verflucht frühen Morgen. Und ich ohne Kaffee, das ist wie ein Auto ohne Benzin! Das geht nicht, also, ich meine, das läuft nicht! Und so erbettelte ich mir einen Kaffee aus dem Automaten. Wie jeder weiß, stehen auf so einem Bahnhof, insbesondere auf den Bahnsteigen ja diverse Automaten herum – für Süßigkeiten, schnelle Snacks und natürlich auf für verschiedene Heißgetränke. Mit 50 Cent war ich dabei und erhielt einen leckeren Vanille-Cappuccino. Lecker war er, und warm war er auch... und er verkürzte mir die Wartezeit auf den Schweißmaukenexpress, wie der IC 2020 von Frankfurt nach Hamburg Altona in Fachkreisen genannt wird.

Der Zug und seine besonderen Vorteile

Ich muss sagen, ich war überrascht. Eigentlich hatte ich mit einem ICE gerechnet und war mäßig enttäuscht, als dieser alte dreckig-rote IC vor mir hielt. Wir fuhren zweiter Klasse in einem ehemaligen erste Klasse Abteil des AVMZ 111 von 1962. Diese Art von Abteilen war mir irgendwie vertraut, habe ich doch mein erstes wirklich spannendes Bahnabenteuer genau in so einem Abteil verbracht... ohne zu weit in die Ferne zu schweifen – ich war damals 10 und fuhr erster Klasse von Hofheim nach Cottbus!
Unser IC 2020 sah von außen nicht wirklich einladend aus, roch innen etwas muffig (nach Schweißmauken, halt), war aber vom Sitzkompfort irre bequem. So viel Beinfreiheit hatten wir die restlichen 14 Stunden nie wieder!

"Wie sehe ich aus?" - "Das ist um diese Zeit doch egal!"


Das Personal der Deutschen Bahn - freundlich und kompetent

Die Mitarbeiter waren vom Kaliber „Rheinische Frohnatur“ und beglückten uns mit einem freundlichen Lächeln und einem noch viel freundlicherem „Eine gute Weiterfahrt, den Herrschaften!“ Mein Mitfahr-Agent verdrehte die Augen. So freundlich wären sie doch nur, weil ein anderer Bahner vor ihnen stand. Und dann donnerte der IC in die Dunkelheit hinein, die Gleise unterm Hintern kaum spürend, saßen wir in den ehemaligen erste-Klasse-Sitzen und schauten fasziniert aus dem Fenster (Es war allerdings wirklich noch sehr dunkel und ich konnte nix sehen...) Das störte den Agenten aber überhaupt nicht, kannte er doch jede Schiene, jede Biegung und jeden Zentimeter der Strecke auswendig. Auch wenn ich nichts sah, hörte ich ihn stets die nächste Rechts-Links- oder – Geradeauskurve ansagen.

Kommen wir noch einmal auf den Sinn und Zweck dieser Reise zurück. Wir sind also unterwegs, um unterwegs zu sein. Die kurzen Aufenthalte in den Bahnhöfen lassen gerade den Bahnsteigwechsel zu, vielleicht hängt noch eine Zigarette drin, doch mehr werden wir nicht sehen von den Bahngebäuden. Bleibt uns also nur die genaue Betrachtung der Züge, der Menschen und der Gegebenheiten. Ab gesehen davon, vergeht die Zeit wie im Fluge. Anderthalb Stunden sind ja nichts, wenn du jemanden bei dir hast, der sich auskennt und zwischendurch ab und zu mal eine Anekdote zum Besten gibt.

Wir sind in Hamburg gestrandet...


Den Sonnenaufgang habe ich leider verschlafen. Im Zug war es so kuschelig und gemütlich, so warm und so richtig schön muffig, dass sich meine Augen von allein schlossen. Kurz vor dem Hamburger Hauptbahnhof bin ich schließlich doch noch aufgewacht und habe mir im Morgengrauen die Hafenrundfahrt gefallen lassen. Unser Zug hielt und der Agent stürmte aus dem Wagon, ich hatte wirklich Mühe ihm zu folgen. Aber er flitzte vor, damit wir die bestmöglichsten Plätze erhaschen würden. Leider haben sich ungefähr 2869 Menschen das Gleiche gedacht und standen, wie die Ölsardinen am Bahnsteig mit ihren Aktenköfferchen, ihren Gucci-Handtaschen und ihren riesigen Reiserucksäcken – warum wollte nur alle Welt an einem Montag Morgen um 7:00 Uhr nach Berlin? Also hatten wir Stehplätze in einer überfüllten Veranstaltung. Naja, wir hatten ja gerade auch erst zwei Stunden gesessen... und würden sicherlich noch mehrere Stunden an diesem Tag in den Genuss kommen, zu sitzen, da wollen wir doch die wenigen 90 Minuten das Sitzfleisch mal schonen.

Weiterfahrt nach Berlin-Spandau in wenigen Minuten...


Bilanz eines Experimentes - Es war geil!

Wir haben knapp 2200 Kilometer geschafft und sind durch alle 16 Bundesländer gegurkt, wir waren 17 Stunden unterwegs, sind sechs mal umgestiegen, hatten nur einmal 20 Minuten Verspätung und waren sonst immer pünktlich, wir hatten nur einen selbstmörderischen Brückenspringer, nur einmal einen Stehplatz, ich hatte sechs Kaffee und habe trotzdem nur dreimal das Klo aufgesucht (weil ich Zugtoiletten hasse!), wir haben nur einen Anschlusszug verpasst und sind am Abend hundegrottenmüde wieder heile und an einem Stück angekommen. Mein Mitfahrer ist nur zweimal ausgerastet und ich habe mir nur ein Zeitungsabo der Süddeutschen andrehen lassen. Wir haben nichts im Zug vergessen! So war es und es war wirklich toll.

Sonntag, 1. April 2012

K wie Klarstellen oder Vom letztem Heimspiel der NOMA, einem Sieg und einem feigen Reporter-Hühnchen,

Die NOMA Kangaroos 
Gestern abend waren wir beim letzten Heimspiel der NOMA Kangaroos Iserlohn. Das ist bis dahin nichts besonderes, denn irgendwann ist jede Saison mal zu Ende, egal ob Fußball-, Garten- oder Sommersaison. Ich hatte bei diesem Spiel auch meine Kamera wieder dabei, wollte ich doch ein paar gelungene Fotos schießen... Nun, irgendwie sind die Fotos, welche das Spiel in irgend einer Art und Weise hätten vernünftig dokomentieren können, nix geworden... :-( Ob es an meiner Kamera, den zappelnden Kindern vor mir oder dem Bier lag, kann ich im Nachhinein auch nicht mehr beurteilen.
Aber das tut auch nichts mehr zu Sache, denn das Spiel ist vorbei, die NOMA hat sich mit 86:63 gegen die Hagener durchgesetzt und einen perfekten Saisonabschluss hingelegt. Außerdem war die Halle mit kanpp 1000 Zuschauern fast vollständig besetzt, was für ein Spiel, wo es eigentlich um nichts mehr geht, ziemlich beachtlich ist.




Was hat Jumpy dort wohl in seinem Beutel?



Das Spiel war spannend! Die Hagener mit nur 7 Spielern waren auswechselgeschwächt, schlugen sich dafür bis zur Halbzeit aber echt ganz gut. Danach wurde es etwas ruppiger, die Kräfte schwanden und die Iserlohner bekamen Oberwasser! Die Bälle flogen durch die Luft und landeten zielsicher im Korb, zwischendurch flogen auch Gummibärchen ins Publikum...






Geht er rein oder geht er nicht rein, das ist hier die Frage...


"Also, ich bügle mein Trikot immer vor dem Spiel!"
"Meinst du wirklich, dass das nötig ist?"
"Natürlich, immerhin stehen wir hier in der Öffentlichkeit. Wie sieht das denn aus, wenn du ein verknittertes Trikot anhast..."
"Na, ich weiß nicht... Meins bügelt sich von allein, wenn ich es trage."
"Junge, du hast noch viel zu lernen..."

Zum Ende hin ging den Hagenern die Puste aus, denn Iserlohn erhöhte den Druck...










So, und jetzt kommt der Teil mit dem feigen Reporter-Hühnchen. Gut, ich halte mich gern im Hintergrund auf. Ich muss nicht unbedingt die Aufmerksamkeit auf mich lenken... deshalb bin ich ja auch nicht das geworden, was ich werden wollte und aus dem Grund ist das auch gut so, aber wenn man schon mal die Gelegenheit hat, nach dem Spiel ein offizielles Foto von den Spielern, dem Manager (den man dann auch noch persönlich kennt) und einem sich im Wahlkampf befindenden CDU-Politiker zu knipsen, dann sollte man kein Hühnchen sein, sondern ne HENNE, die diese Gelegenheit auch nutzt...

Und weil ich so feige war, hat sich mein Neffe (12 Jahre) vor die Spieler gestellt und gemeint: "Darf ich wohl mal ein Foto von euch machen? Meine Tante traut sich nicht zu fragen..." GELÄCHTER... Da hat mich der Kurze doch tatsächlich gedizzt (naja, geschieht mir ganz Recht!)
So, hier das Bild zum Beweis! Ich habs nicht gemacht...




Und als Preisfrage für alle, wobei es keinen Preis zu gewinnen gibt:

WEM von den beiden oben abgebildeten Spielern, gehören diese geilen Schuhe?

Schreibt mir eure Meinung