Dienstag, 25. Mai 2010

Eine Zugfahrt, die ist lustig!

Wenn Mutter eine Reise tut,
dann tut das ihrem Mute gut.
Vor allem mit drei kleinen Kindern,
wir wollen ja den Spaß nicht mindern.

Die Reise startet mit der Bahn,
da braucht man nicht alleine fahrn.
Das Publikum im Bahnabteil
ist für den Nachwuchs einwandfrei.

Den ersten Fragen nach dem Zug,
ob er denn Silber oder Rot,
folgen bald noch viele Fragen
über Straßen, die befahren,
über Felsen und auch Wiesen,
die sich gut bespielen ließen:
Fußball mit dem Brüderlein,
auf dem Feld dort, wäre fein.

Nein, nein, mein Kind, das ist ein Acker.
Und da draußen, sieh mal dort, schlängelt sich die Lenne fort.
„Mama, sind wir denn bald da?“ „Ich muss mal Pippi...“ Das war klar!
Gleich kommt der Bahnhof, schnell, ihr Süßen, passt mal auf,
dort ist es hektisch und auch laut.
„Hier war ich schon“, schreit nun mein Kind, „weiß ganz genau wo wir nun sind“.
Der Hauptbahnhof an dem wir stehen, wenn wir den Zug aus Cottbus sehen,
wo Oma winkend am Fenster sitzt und neben ihr ein Banker schwitzt.

Hier ist die Fahrt noch nicht zu Ende
und viele kleine Kinderhände
suchen nach Obst und nach Gebäck,
was ich verstaut im Handgepäck.
Denn wie heißt es: Unterwegs,
schmeckt noch viel besser so ein Keks.

Die Leute um uns herum lächeln still, erinnern sich vielleicht wie es war, als sie selbst als kekskrümeliger Dötz voller Stauen aus dem Fenster blickten und die Welt an ihnen vorbei flog.

Ein kleiner Blick spricht tausend Bände,
ein scheues Lächeln, ein breites Grinsen,
doch leider ist die Fahrt für uns zu Ende.

Sonntag, 16. Mai 2010

Die Neuste Ausgabe des "DOPPEL:PUNKT" Magazines ist da!

Ich bin begeistert: Mein Artikel ist auf Seite 4.

Man kann ihn also gar nicht verfehlen. Ein kleiner Einblick in die Iserlohner Kommunalpolitik...

Mittwoch, 5. Mai 2010

Der Tag beginnt mit einem Lächeln!

Mein Weltbild über den Dienstleistungssektor wurde heute leider in seinen Grundfesten aufs Bitterste erschüttert. So habe ich während meiner Ausbildung beim Amerikanischen Marktführer von „Frikadellenbrötchen und Fritten“ doch gelernt, dass ausschließlich der Kunde König ist und die billige Hilfskraft hinter dem Tresen nichts weiter zu tun hat, als zu lächeln und dem noch so besch... Gast alle seine verrückten Wünsche zu erfüllen.

Dieses dienstleistungsorientierte Handeln haben wir unseren Schülern und Studenten und allen anderen Mitarbeitern aus aller Herren Länder mit Händen und Füßen über Jahre hinweg eingetrichtert. Das sitzt! Und fällt mir persönlich umso mehr auf, wenn eine überforderte Bäckereifachverkäuferin, die eigentlich gar keine ist, dem Kunden vor mir 6 Frühstücksangebote verkaufen muss und nicht weiß, wo sie anfangen soll...

Mein Verkäuferinnenherz setzte ein Moment aus, als die nette blonde Dame den wartenden Kunden im Backwarengeschäft den Rücken zu kehrte und in seliger Ruhe dem Kaffee beim Durchlaufen zu guckte! Die Schlange wuchs und die Dame wirkt sichtlich angespannt.

Ich wagte einen, wie sich später herausstellte, unverschämten Vorstoß, als ich ihr zurief, dass ich doch eigentlich nur 6 Brötchen bräuchte. Selbst das Geld hatte ich abgezählt in der Hand! Wie konnte ich denn ahnen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, neben dem Bedienen der Kaffeemaschine eben schnell 6 Brötchen in eine Tüte zu packen!

„Sehe ich so aus, als hätte ich nichts zu tun?“ blaffte sie mich unfreundlich an. „Nein, das nicht, aber mein Kind sitzt im Auto!“ Mit erkennbarem Widerwillen packte sie mir die Brötchen in die Tüte und gab mir noch einen Ratschlag mit auf den Weg: „Man darf die Kinder nicht im Auto sitzen lassen, warum bringen sie den Kleinen denn nicht mit rein?“ (Verwirrt guck!) „Ich wollte nur eben 6 Brötchen kaufen und nicht den Vormittag hier bei ihnen verbringen!“

Für die Frechheit wäre ich bei uns im Restaurant vor den Chef zitiert worden oder hätte mir ein halbes Jahr Küchendienst eingehandelt...

Vielleicht hatte die arme Frau eine wirklich schlimme Kindheit. Vielleicht bekommt sie nur einen Hungerlohn für ihre Arbeit oder stand sie womöglich schon seit 6 Uhr morgens im Geschäft, ohne Raucher-Pause und ohne gewerkschaftliche Betriebsrats-Organisation? Die Arme! Ich war zu hart. Gleich morgen früh werde ich mich wieder von ihr beschimpfen lassen und dann mit einem Lächeln im Gesicht! Vielleicht lächelt sie ja dann zurück...

Schreibt mir eure Meinung