Donnerstag, 22. April 2010

Auf der Suche nach "Dem, der alles weiß"

Ein HOCH auf die häusliche Ordnung, auf die staubfreie Wohnungen und das aufgeräumte Kinderzimmer!!! Hip Hip HURRA! Hip Hip HURRA!

Wie ich darauf komme? Alles begann gestern nachmittag...

"Hat jemand mein Notizbuch gesehen?" Betretende Stille. Alle sahen sich ratlos an, guckten in die Luft oder ignorierten meine Frage einfach. Mein Mann machte wieder dieses Gesicht, mit dem er auszudrücken pflegt, dass er von mir nichts anderes erwartet hätte. Ich spar mir darauf lieber meinen Kommentar und die darauf beginnende Diskussionen über ständig stehen gelassene Kaffeetassen, verlegte Schlüsselbunde und verlorengegange Socken, Handschuhe und sonstige Gegenstände. Aber mein Notizbuch! Darauf habe ich bisher immer sehr gut aufgepasst, ist es doch mein "Büro auf Beinen". Eins davon habe ich immer in der Tasche und ein liegt im Badezimmer... (da habe ich immer die besten Ideen...) aber das Dritte, das fehlte mir an diesem Nachmittag.

Ich habe es "Den, der alles weiß" genannt, getreu nach dem Medizinmann aus der Lieblings-Trickfilmserie meiner Kinder. Dort standen alle relevanten Infos für meinen derzeitigen Job drin. Und jetzt war es weg.

Wie ein aufgescheuchtes Kanninchen lief ich durch die Wohnung. Suchte und suchte und suchte...
Das war wieder mal so ein Wink: Räum mal wieder auf! Guck mal wieder unter dem Sofa und schau auch hinter den Schränken nach... Ja, ja...

Und dann habe ich mich dran gemacht: Frühjahrsputz sozusagen. Alles blitzt, alles glänzt und sogar im Kinderzimmer habe ich alle Schränke, Kommoden und Kisten durchforstet. "Der, der alles weiß" war nicht mehr da. Selbst im Altpapier (nie hätte ich mein Büro ins Altpapier geworfen) habe ich nachgeschaut. Wer weiß, vielleicht die Kinder?! Na, die können was erleben!!!

Mein Blick fiel auf einen Stapel Bügelwäsche. Den hatte ich noch nicht erledigt. Na gut, kannst nicht arbeiten, also kannst auch die Bügelwäsche erledigen... So meine Gedanken!

Gut, dass ich es gemacht habe, sonst hätte ich wohl nächste Woche noch nach meinem "Büro auf Beinen" gesucht... Wie mag es wohl dahin gekommen sein?!

Montag, 19. April 2010

Kinder und andere Haustiere

Wenn Kinder endlich sprechen lernen, ist jeder Elternteil froh, dass die Zeit des ständigen Schreiens und Quäkens vorbei ist. Das erste "Mama" oder "Papa" vergisst man nicht so schnell und die ersten Sprechversuche der Kleinen bringen jeden Zuhörer in regelrechte Verzückung. Aber so sehr man sich nach sprechenden Kinder gesehnt hat, so sehr vermisst man in dieser Phase doch schon wieder die vorhergegangene!

Warum dies? Warum das? Mama? Mama! Maaaammmaaaa! Ach so, ich habe Neeeeiiiin in meiner Aufzählung vergessen, ich Schussel!

Neben diesen eher gewöhnlichen Worten, welche unsere Kinder in einer Rekordzeit gelernt haben, gehört aber noch ein anderes Vokabular zu unseren Favoriten. Es mag verwundern, doch neben Mama und Nein (warum Kinder als Erstes immer Nein! lernen, ist mir ein Rätsel ;-)) konnten drei Anderthalbjährige als nächstes Wort den Namen unseres Nachbarhundes aussprechen! Immer wenn dieser riesige Bär an unserer Fensterscheibe vorbei läuft, tönt es aus drei nicht unbedingt zarten Kinderkehlen: Buuuuster! Dann hämmern sie gegen die Glasscheibe und ich verdrück mich spontan in ein anderes Zimmer, damit es so aussieht, als würde ich die Szene nicht mitbekommen...

Leider haben die Nachbarn jetzt noch zwei Kaninchen vor dem nahenden Hungertod einer vorpubertären 12-jährigen gerettet, sehr zur Freude unserer Kinder! Ich bin mir nicht sicher, ob sie nicht lieber hätten verhungern wollen, jetzt, wo sie Bekanntschaft mit unserem tierliebenden Nachwuchs gemacht haben. Drücken, herzen und umarmen steht ganz oben auf der Liste der Nettigkeiten. Nur der Hund schein froh, denn dieser hat jetzt gelegentlich wieder seine Ruhe!!!

Freitag, 9. April 2010

Wir sind wieder da!!!

Leider ist er schon wieder zu Ende. Warum vergehen die Tage im Urlaub bloß immer so schnell und im trauten Heim dümpeln die Stunden eines verregneten Nachmittags nur so dahin? Ach, anderes Thema...

Toll war es, sonnig, wohlig warm und voller aufregender Entdeckungen. Wir waren am Tor zum Reinhardswald in dem gemütlichen Örtchen Helmarshausen. Unser Aufenthalt in der hiesigen Jugendherberge gestaltete sich sehr amüsant: Neben einer Kinder- und Jugendgruppe, dem "Star Camp" waren wir die einzigen Langzeitgäste.

Und ob man es glauben möchte oder nicht, das "Star Camp" verfolgt uns, denn wir hatten bereits letzen Sommer in Nürnberg das außerordentliche Vergnügen uns die Frühstücksbrötchen mit LaFee, Faiz Mangat von Bro'Sis, Tiffany Kirkland und den Junior Stars zu teilen.

Wer nun an den stets zu den ausgefallendsten Zeiten auftretenden Zufall glaubt, dem sei das gestattet! Ich nenne das Bestimmung. Aber wozu? Keiner meiner Kinder ist in der Lage auch nur halbwegs den Ton zu halten... Halt, unser Jüngster hat ein gewisses Talent dazu... nein, meine Gedanken driften schon wieder ab! Als wir am Ostermontag nichts ahnend auf den Parkplatz der Jungendherberge fuhren, leuchtete uns ein riesiges Banner mit dem "Star Camp"-Logo an. Und tatsächlich, da saßen sie alle beim Abendessen: Die großen und die kleinen Stars... (Ehrfurcht!!!)

War eine schöne Woche. Überall begleitete uns die Musik der Juniors, beim Treppen steigen, beim Essen, beim abendlichen Chillen in der untergehenden Sonne mit einem Glas Wein... Besonders angenehm allerdings, immer wenn wir unsere drei Kleinen die 4 Etagen hinauf "schleppen" mussten und dabei den nicht vorhandenen Aufzug schmerzlich vermissten!!!

Donnerstag, 1. April 2010

Die wundersame Reise der lustigen Karawane

Es ist soweit: Die Karawane zieht wieder gen Osten, wo sie bereits vom Sultan in seiner Residenz erwartet wird. Wider aller Vermutungen dürfen die Mitglieder der Karawane in den hochheiligen Mauern des Palastes für die Dauer ihres Aufenthaltes residieren.
Und schon setzt sie sich in Bewegung: Auf der Rückbank drei "Maul"tiere, am Steuer der Leithammeln und auf dem Beifahrersitz ein sichtlich gestresster Esel mit 5 Kg Büchern im Gepäck, wobei 4,5 kg davon höchstwahrscheinlich wieder den Weg ungelesen zurück nehmen werden.

Die Strecke ist lang und schweißtreibend. Über 600 Kilometer Sand, Wüste und Kiefernwälder. Je weiter es gen Osten geht, desto schlimmer wird es! Unsere einzige Chance, die Maultiere am hinteren Ende der Karawane bei Laune zu halten, ist die regelmäßige Einkehr bei einer "McOase", wo sie sich nach Herzenslust laben können.

Was uns allerdings im Palast des Sultans erwartet ist noch nicht sicher. Statt der österlichen Glückseligkeit werden wir uns bei "Brot und Spielen" die Unterkunft wahrlich verdienen müssen. (Na ja, Rinderrouladen und Kaffetrinken mit Tante Lisbet trifft die Sache erher!)

Wenn die Winde günstig stehen und der Sultan uns wohl gesonnen ist, werden wir uns wieder sehen. Sonst bleibt alles beim Alten. Schöne Osterferien!!!

Schreibt mir eure Meinung